10 Tipps zur perfekten Produktseite


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

20.11.2019 | Felix Hartung | Marketing, SEO, Webshop

Wussten Sie, dass 87% der Onlinekäufer den Inhalt einer Produktseite als extrem wichtigen Einflussfaktor für die Kaufentscheidung beurteilen? Tatsächlich trägt die Produktseite zu einem immensen Teil dazu bei, ob Ihr User konvertiert oder den Kauf abbricht.

Was das für Sie bedeutet? Die schlechte Nachricht zuerst: Sie können dort enorm viel falsch machen! Nun, aber ebenso weitreichend erstrecken sich die Chancen, mit einer perfekten Produktseite zu überzeugen. Wie Ihnen das bestmöglich gelingt, zeigen wir Ihnen hier & jetzt.

Inhaltsangabe

Warum Produktseiten so wichtig sind

Grundsätzlich lassen sich einer Produktseite drei fundamentale Aufgabenbereiche zuordnen:

  • Informationsfunktion
  • Überzeugungskraft
  • Sichtbarkeit

Die Produktseite ist dafür verantwortlich, dass der User alle Informationen erhält die ihn vor dem Kauf interessieren. Das ist die Grundlage für den logisch-rationalen Teil seiner Kaufentscheidung. Auch wenn emotionale Beweggründe in den allermeisten Fällen überwiegen, sind vollständige Informationen unerlässlich. Rund 98% aller Onlinekäufer haben schon einmal einen Kauf wegen fehlender Informationen abgebrochen.

Um den User schlussendlich zum Kauf bewegen zu können, benötigt es Überzeugungskraft. Die Produktseite ist Ihre Chance, Einfluss auf das Denken & die Emotionen Ihres potenziellen Kunden zu nehmen.

Schlussendlich hat die Produktseite nicht nur innerhalb Ihres Shop-Konstruktes unglaubliche Relevanz, sondern führt User mit Kaufinteresse über Suchmaschinen in Ihren Shop. Daher sollten Sie besonders im Rahmen der Produktseite alle Faktoren hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung im Auge behalten.

10 Tipps zur Optimierung

Nun interessiert Sie sicherlich, wie Sie Ihre Produktseiten so gestalten dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen. Es soll dem User nicht nur leicht fallen, den Kaufprozess voranzutreiben – Es soll ihm Spaß machen, sodass er es kaum noch abwarten kann sein Produkt endlich in den Händen zu halten. Aber wie erreichen Sie das? Passen Sie jetzt gut auf!

1. Sprechende URLs

Was sind sprechende URLs? Das bedeutet, dass schon ohne das Ansehen der eigentlichen Produktseite so gut wie möglich erkennbar sein sollte, um welches Produkt es hier geht.

Vermeiden Sie komplizierte Zahlen- & Zeichenabfolgen. Wenn Sie kein derartig umfassendes Sortiment wie Amazon besitzen, machen URLs wie diese keinen Sinn:

www.onlineshop.de/produkt/s67!3mepue8%E$dfghj5930*k-d#2nhcu7.html

Verwenden Sie stattdessen lieber aussagekräftige URLs mit Titel & den wichtigsten Daten:

www.onlineshop.de/produkt/markexyz-universe-smartphone-6,1-zoll-64gb-schwarz-4k.html

2. Mobile First

Wie auch der Rest Ihres Onineshops sollte auch die Produktseite perfekt für die mobile Nutzererfahrung optimiert sein. Der Kauf über ein Smartphone ist im Optimalfall genau so einfach möglich wie über die Desktopansicht.

Das schließt nicht nur eine fehlerfreie Responsive-Darstellung & sichtbare Platzierung aller Inhalte mit ein, sondern auch die Bedienbarkeit aller relevanten Elemente:

  • Größenauswahl problemlos möglich
  • Add-to-Cart Button auffällig platziert
  • Produktbilder per Swipe variierbar

Denn wie Sie wahrscheinlich wissen, kommen rund 50% des Website-Traffics von Mobilgeräten. Was Sie daraus machen, liegt an Ihnen.

Seit Frühjahr 2018 existiert im Hause Google sogar der sogenannte „Mobile-First-Index“, der explizit die mobile Version einer Website für das Ranking heranzieht.

3. Optimierung von Produktbildern

Die Aufmerksamkeit eines Menschen ist leichter zu gewinnen, wenn visuelle Inhalte verwendet werden. Das bedeutet, sie sollten besonders viel Wert auf Ihre Produktbilder legen.

Vergessen Sie Fotos vom Hersteller, die meist auch andere Shops verwenden. Investieren Sie Zeit in ansprechende Produktbilder, die Usern das liefern was sie sehen wollen.

Da die richtige Produktpräsentation stark individuelle Faktoren mit einschließt, haben wir uns diesem Thema separat gewidmet.

Nun geht es um’s SEO: Optimierte Produktbilder liefern Ihnen erhebliche Rankingvorteile gegenüber Mitbewerbern. Dazu sollten Sie unbedingt die Pflege von Title- & Alt-Tag im Auge behalten. Nutzen Sie passende Keywords, die das Bild und Ihr Produkt beschreiben. Auch gefragte Suchbegriffe, die dem Produkt entsprechen sollten dort Platz finden.

4. Einzigartige Produktbeschreibungen

Neben Ihren Produktbildern sollte auch der Text bestmöglich optimiert sein. Wie auch hier sollten Sie auf die Verwendung von Hersteller-Vorlagen verzichten.

Gerade duplizierter Text kann Ihnen schwer zu Schaden kommen. Für Duplicate-Content verteilt Google gnadenlos Abstrafungen, die sich in Ihrem Ranking bemerkbar machen.

Noch dazu kommt: Hersteller-Texte sind meistens nicht wirklich ansprechend – Das können Sie besser! Verfassen Sie Texte, die wie maßgeschneidert auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden eingehen & die daran anknüpfenden Vorteile Ihres Produktes hervorheben.

TIPP: Begutachten Sie die Texte Ihrer Mitbewerber & fragen Sie sich, wie Sie dem Kunden mehr geben können. Länger schadet nicht – Qualität ist essenziell!

5. Meta-Titel richtig setzen

Der Title-Tag ist ein offizieller Rankingfaktor – Das ist Fakt! Also kümmern Sie sich darum, das Element richtig einzusetzen.

Am besten sollten folgende Parameter darin Verwendung finden:

  • Produktname
  • Marke
  • Modell
  • (Optional: Handlungsaufruf = … kaufen)

Noch dazu sollten Sie die maximale Länge berücksichtigen: Mithilfe des SERP-Snippet-Generators von SISTRIX können Sie Ihre Metadaten genau passend wählen & sie sich direkt anzeigen lassen.

Extra-Boost: Verwenden Sie individuelle Meta-Beschreibungen für das Produkt. Diese sind zwar kein Rankingfaktor, tragen aber maßgeblich zur Erhöhung der Klickrate in den SERPs bei. Investieren Sie die Zeit in eine überzeugende Meta-Description Ihrer stärksten Produkte & sie profitieren von mehr Traffic & Conversions.

6. User-Generated-Content

Inhalte, die vom Nutzer erstellt wurden – Sprich Bewertungen, Erfahrungsberichte, Testimonials…

Nutzerbewertungen sind im eCommerce einer der wichtigsten Aspekte, denn Sie induzieren Social-Proof. Sie sorgen für Vertrauen bei anderen Nutzern & wirken immens positiv auf die Conversionrate, wenn sie positiv genug sind. Bei Amazon können Sie ziemlich gut erkennen, welchen Stellenwert Bewertungen abbilden – Mitunter womöglich auch an Ihrem eigenen Kaufverhalten.

Auch Google erkennt User-Generated-Content & spricht ihm einen enormen Wert zu. Bewertungsergebnisse erscheinen als Rich-Snippets innerhalb der Suchergebnisse, was die Klickrate ebenso stark beeinflusst wie eine gute Meta-Beschreibung.

7. Cross-Sells / Produktverlinkungen

Gerade im eCommerce stellen Cross-Sells auf Produktebene eine leistungsstarke Möglichkeit dar, den Average-Order-Value (Also den durchschnittlichen Warenkorbwert) drastisch zu erhöhen.

Folgende Produktverlinkungen sind in diesem Bereich relevant & werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu gekauft:

  • Ergänzende Produkte
  • Ähnliche Produkte
  • Hochwertigere & dementsprechend teurere Produkte (Up-Sells)
  • Erforderliche Komplementärprodukte
  • „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch gekauft“

Auch Google legt stark Wert auf interne Verlinkungen. Wenn Sie dazu noch viele Kunden von Ihren Cross-Angeboten überzeugen können, werden Sie mit verbesserten Rankings belohnt.

8. Wichtige Informationen enthalten

Erinnern Sie sich an die Statistik im oberen Teil zu Funktionen von Produktseiten? Ja, Sie sollten Ihrem Kunden alle Informationen bereitstellen die ihn interessieren könnten.

Die Informationsvielfalt geht weit über das Vorhandensein von Produktdaten hinaus:

  • Beantwortung von FAQs mit Produktbezug
  • Verfügbarkeit
  • Versandkosten & Dauer
  • Gute Sichtbarkeit des Preises

TIPP: Gerade im Bereich der Verfügbarkeit steckt ein wichtiges Instrument zur Verkaufsförderung. Überzeugen Sie Ihren Kunden mit dem Argument der Dringlichkeit. Sprich, wenn ein Produkt nur noch einen Lagerbestand von 3-4 aufweist, wird er sich unterbewusst dazu gedrängt fühlen JETZT zu kaufen.

Genau aus diesem Grund sollten Sie zeitlich begrenzte Aktionen genauso intensiv & offensichtlich kommunizieren.

9. USPs des Shops kommunizieren

Während Sie mit einer überzeugenden Produktbeschreibung die Erwähnung von Produktvorteilen abdecken, sollten Sie dem Kunden folgende Frage beantworten: Wieso sollte ich dieses Produkt gerade HIER kaufen?

Genau an dieser Stelle kommen Ihre Unique-Selling-Points ins Spiel. Wenn Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale nicht schon im Header kommunizieren, sollten Sie unbedingt auf der Produktseite Erwähnung finden.

Zum Beispiel Thomann setzt seine USPs geschickt im Header ein, sodass Sie seitenunabhängig ausgespielt werden.

10. Der perfekte Call-to-Action

Hier geht es hauptsächlich um Ihren Add-to-Cart Button. Dieser sollte unter allen Umständen Above-the-Fold (Also im sichtbaren Bereich ohne zu scrollen) platziert werden.

Die Customer-Journey soll schließlich so einfach wie möglich gestaltet werden – Auch auf Mobilgeräten!

Auch die Verwendung von unterschiedlichen Farben sollten Sie berücksichtigen. Arbeiten Sie mit A/B-Testing & prüfen Sie die Auswirkung von Farbveränderungen auf die Conversionrate. Als technisches Hilfsmittel kann Ihnen Google Optimize dienen, ein von Google kostenlos zur Verfügung gestelltes Tool für User-Tests & Personalisierung.

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Dann können Sie uns über unser Kontaktformular kontaktieren.

Oder Sie erreichen uns unter folgender Telefonnummer: (04101) 85 86 80

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.