fbpx

6 lästige SEO-Mythen in 2020


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

02.01.2020 | Felix Hartung | Marketing, SEO

Jahr für Jahr kreisen immer wieder unzählige Irrtümer über das berühmt berüchtigte SEO im Kopf vieler Marketer und Laien. Was vielleicht vor 5-10, ja aber auch womöglich nur 2 Jahren noch reibungslos funktioniert hat, kann Sie heute gewaltig in die Enge treiben.

Ihr Ziel ist es, weder Zeit in sinnlose „Best“-Practises zu verschwenden, noch sich durch gewisse Fehltritte ins SEO-Aus zu kicken. Hier erfahren Sie mehr über die Top 6 Mythen aus 2020!

Inhaltsangabe

Mythos #1: Meta Keywords sind ein Rankingfaktor

Womöglich sind Sie in Ihrem Shopsystem oder CMS auch schon einmal über dieses Feld gestolpert: „Meta Keywords“.

„Aha, hier kann ich also einstellen bei welchen Suchbegriffen meine Seite bei Google erscheint“ – Ja, das könnte man im ersten Moment durchaus annehmen.

Schon lange bekannt, aber trotzdem noch oft missverstanden ist der Fakt, dass Meta Keywords Ihr Ranking genauso wenig beeinflussen wie ein Fliegenfurz die Erdatmosphäre. Es schadet sicher nicht, sich einen Überblick wichtiger Keywords zusammenzustellen, die Ihnen die Content-Erstellung erleichtern. Aber sich mehr davon zu erhoffen, wäre pure Zeitverschwendung.

Mythos #2: Versteckte Inhalte werden von Crawlern weniger gewertet

Häufig kreist noch der Mythos, dass nicht sichtbare Inhalte einer Seite von Google Bots weniger gewertet werden. Darunter zählen Akkordeons (ausklappbare Boxen) oder jegliche Elemente, die durch CSS ausgeblendet werden.

Über folgende Befehle werden Inhalte häufig ausgeblendet:

  • visibility: hidden
  • display: none

Tatsächlich aber sind Crawler inzwischen so weit entwickelt, dass sie versteckte Inhalte erkennen und als solche identifizieren können. Wenn das Verstecken des Inhalts einen Usability-Vorteil hinsichtlich einer besseren Übersichtlichkeit mit sich bringt, sind die Inhalte für Google genauso wichtig wie andere.

Früher haben sich SEOs diesen Bereich zunutze gemacht, indem sie Keywordsammlungen integrierten und diese später per CSS ausblendeten. Derartig manipulative Methoden werden heutzutage gnadenlos abgestraft.

Mythos #3: Die Keyword-Dichte ist ein maßgebender Faktor

Noch heute wird von SEO-Tools wie YOAST oder SISTRIX häufig impliziert, dass es wichtig sei wie oft ein Keyword auf einer bestimmten Textlänge genannt wird.

Klar, Keywords sind immer noch eine der Grundlagen für die Bewertung von Inhalten. Allerdings verfolgt Google heute einen mehr holistischen Ansatz.

Es wird zunehmend mehr auf relevante Begleitbegriffe geachtet, die ein Thema ganzheitlich umfassen. Dabei spielt es kaum noch eine Rolle, ob Ihr „Hauptkeyword“ 5 oder 20 mal auf 1000 Wörtern vorkommt.

Denken Sie daran: Für Google ist es immer noch am wichtigsten, welchen Eindruck die Inhalte auf den User machen. Liest der Text sich angenehm? Wirkt die Ansprache natürlich & einladend? Wenn Sie auf Krampf versuchen, möglichst oft einen gewissen Begriff unterzubringen, erzeugen Sie mit Sicherheit keinen Vorteil für Ihre Nutzer.

Mythos #4: SEA beeinflusst SEO

Sicher könnte man denken, dass Google diejenigen bevorzugt, die aktiv Werbeanzeigen schalten. Schließlich ist das Googles monetäres Haupt-Triebrad.

Dennoch ist der organische Wettbewerb mit höchster Priorität darauf ausgerichtet, Nutzern das beste Ergebnis zu liefern. Dabei spielt es keine Rolle, ob Suchanzeigen für eine Seite geschaltet werden.

Wenn Sie allerdings durch den Traffic Ihrer Werbeanzeige auf verstärkt positive Nutzersignale stoßen, kann Ihnen das indirekt auch zu einem besseren organischen Ranking verhelfen. Betrachten Sie die Bereiche aber trotzdem als voneinander separiert & erhoffen Sie sich keine großen Rankingsprünge.

Mythos #5: Social Signals als direkter Rankingfaktor

Twitter, Facebook, Instagram – Egal ob Likes, Kommentare oder zahlreiches Shares, es wird Ihr Ranking nur indirekt beeinflussen. Laut ehemaligem Google Mitarbeiter Kaspar Szymanski seien Social Signals kein direkter Rankingfaktor. Das hat den Grund, dass die meisten Posts nicht öffentlich zugänglich & die Daten nicht verlässlich sind (Stichwort: Likehack).

Auch Social Media Links sind meist mit einem „NoFollow“-Attribut ausgezeichnet, also für Crawler uninteressant.

Wenn durch Social Media allerdings der Aufbau einer Marke begünstigt wird, könnte der Wiedererkennungswert zu einer erhöhten Klickrate führen & so indirekt auch auf Rankings Einfluss nehmen.

Mythos #6: Auf einmaligen Optimierungs-Aufwand ist Verlass

Viele Websitebetreiber betrachten SEO mit zu enger Perspektive. Als würde man dort einmalig viel Zeit investieren & anschließend fortlaufend profitieren.

Einmal alle Alt-Tags definieren, Ladezeit optimieren, Metadaten aufsetzen, pipapo. Aber damit ist es nicht getan.

Sie machen sicherlich nichts falsch, wenn Sie sich erst einmal ein solides Fundament aufbauen, dass die Grundpfeiler für Ihr SEO-Konstrukt fest zusammenhält.

Allerdings ist SEO vielmehr ein langfristiges Prinzip der Geschäftstätigkeit:

  • Erzeugen Sie regelmäßig neue Inhalte
  • Kultivieren Sie das Nutzererlebnis
  • Kontrollieren Sie fortlaufend Ihre Backlinks

Auch wenn Sie einst viel Geld oder Zeit in SEO investiert haben, besteht immer das Risiko, dass Best-Practises irgendwann überholt und nicht mehr zeitgemäß sind. Googles Suchalgorithmen entwickeln sich schneller als Sie denken.