Google Ads: 5 häufige Fehler, die Budget fressen


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

15.07.2019 | Felix Hartung | Marketing

Die meisten Unternehmen nutzen Google Ads ganz klar weit unter ihren Möglichkeiten. Wenn Sie sich offiziell dazuzählen können, keine Sorge – Es gibt Auswege aus den Tiefen der Low-Performance im AdWords Dschungel.

Aber auch wenn Sie glauben, ihr Ads-Konto sei in bester Ordnung – Womöglich könnten Sie mit geringerem Kostenaufwand mehr erreichen, wenn Sie einige Tipps berücksichtigen. Meist sind es nur kleine Stellschrauben, die Ihnen entweder Budget rauben oder es in seinem vollen Potenzial ausschöpfen.

Inhaltsübersicht:

  1. Conversion-Tracking falsch oder gar nicht eingerichtet
  2. Zu viele Keywords in einer Anzeigengruppe
  3. Keywordoptionen ineffzient eingesetzt
  4. Keine ausschließenden Keywords
  5. Keine oder irrelevante Anzeigenerweiterungen

1. Conversion-Tracking falsch oder gar nicht eingerichtet

Das Messen von Nutzerdaten ist im Onlinegeschäft die absolute Grundlage. Wieso? Anderweitig könnten keinerlei Optimierungen erfolgen.

Im eCommerce versteht es sich beinahe von selbst: Transaktionen MÜSSEN getrackt werden!

Auch wenn Sie bisher nicht mit datenbasierten Optimierungs-Automatismen arbeiten, sollten Sie unbedingt Ihre Conversions bestimmten Keywords oder Aktionen zuordnen können. Wenn der ROI nicht passt, brauchen Sie Datengrundlagen um Details aufzuschlüsseln & performanceorientierte Lösungsansätze zu entwickeln.

Seien Sie sich also sicher, dass Ihre Conversions korrekt einlaufen!

Auch wenn Sie keinen eCommerce Shop betreiben, sollten Sie mit Micro-Conversions arbeiten. Das könnten zum Beispiel folgende Aktionen sein:

  • Kontaktformular abgeschickt
  • Für Newsletter angemeldet
  • Download von Infomaterial

Tracken Sie ruhig alle möglichen Nutzer-Interaktionspunkte, die von Interesse zeugen.

Klar ist das Berechnen von ROI auf diese Weise komplizierter, da es einem klaren Wert wie zum Beispiel der Transaktionssumme zugeordnet werden kann.

Aber Google Ads oder Analytics schaffen Abhilfe – Hinterlegen Sie jeder Aktion einen Wert, den Sie grob aus Erfahrungswerten berechnen.

  1. Wieviel Geld bringt Ihnen ein Verkauf ein?
  2. Welcher Anteil der Leads (Oder andere Mikro-Aktion) konvertiert zum Käufer?
  3. Multiplizieren Sie beide Zahlen
  4. Nun haben Sie einen ungefähren Wert für die einzelne Conversion-Aktion

Schlussendlich sollten Sie die Funktionalität des Trackings mithilfe des Google Tag Assistant prüfen. Dort werden Ihnen ggf. potenzielle Fehlerquellen bei der Einrichtung aufgelistet.

2. Zu viele Keywords in einer Anzeigengruppe

Vielleicht denken Sie sich: Conversion-Tracking? Ist doch selbstverständlich!

Soweit, so gut… Nun zu einem Punkt, den die meisten AdWords-Anfänger falsch machen.

In vielen Konten findet man Anzeigengruppen, in denen alle vermeintlichen Synonyme im Keywordset zusammengewürfelt werden.

Hier ein Beispiel:

  • Bäume kaufen
  • Laubbaum kaufen
  • Obstbaum kaufen

Auch wenn allen Keywords die identische Landingpage zugeordnet werden kann, herrscht meilenweiten Distanz zur relevanten Nutzeransprache.

Die Anzeigentexte sind nicht auf spezifische Suchintentionen ausgerichtet, was sich in Klick-, Absprungrate & Qualitätsfaktor widerspiegelt.

TIPP: Nutzen Sie lediglich EIN Keyword pro Anzeigengruppe!

So können Sie Anzeigentexte & Erweiterungen exakt der Suchanfrage anpassen.

Zum Beispiel zum Keyword „Apfelbaum kaufen“:

  • Anzeigentitel: Apfelbaum kaufen bei PflanzenFabrik24 | Leckere Äpfel selber ernten | Jetzt online bestellen …
  • Snippeterweiterung mit unterschiedlichen Apfelsorten (Elstar, Goldparmäne, Pink Lady)
  • Preis- oder Sitelinkerweiterung

Für das gewählte Keyword kann anschließend mittels Keyword-Optionen variiert werden (Exact Match, Phrase & Modified Broad Match).

3. Keyword-Optionen ineffizient eingesetzt

Nun nehmen wir das Thema Keyword-Optionen etwas genauer unter die Lupe.

Die allergrößte Quelle für irrelevante Suchanfragen versteckt sich hinter der Option „Broad Match/Weitgehend passend“. Im Falle der Verwendung werden mögliche (mehr oder weniger) passende Synonyme mit in die Anzeigenschaltung einbezogen.

Das kann zum Beispiel dazu führen, dass beim Keyword „VW Golf kaufen“ für Suchanfragen wie „Golfschläger kaufen“ geboten wird.

Wenn Sie nicht gerade auf weitreichendes Branding aus sind & exorbitant hohes Budget auf der hohen Kante haben, verzichten Sie lieber auf reines Broad Match. Stattdessen können Sie „Modified Broad Match oder Weitgehend passend mit Modifikator“ nutzen. Hängen Sie dafür einfach ein + an den Anfang jedes Wortes.

Auch hinsichtlich der Gebote in Relation zur Keyword-Option sollten Sie differenzieren. Da „Exact Match“ häufig eine höhere Conversionrate aufweist, lohnt es sich auch mehr zu bieten.

4. Keine ausschließenden Keywords

Ausschließende oder Negative Keywords sind in Ihrem Ads-Konto essenziell wichtig & sollten ausgeschöpft werden. So können Sie wirklich eine ganze Menge Budget einsparen, dass zuvor in irrelevante Suchanfragen investiert wurde.

Anknüpfend an das vorige Beispiel: Schließen Sie „Golfschläger“ aus & Sie werden eine große Menge an Budget einsparen.

Was Sie regelmäßig tun sollten: Untersuchen Sie mindestens einmal pro Woche Ihren Suchbegriffsbericht. So können Sie unerwünschte Kostenfaktoren schnell erkennen und als Keyword ausschließen.

Für mehr Effizient bei besagtem Vorgang können Sie auch Listen mit ausschließenden Keywords nutzen. Das macht vieles übersichtlicher.

5. Keine oder irrelevante Anzeigen-Erweiterungen

Warum Google zahlreiche Erweiterungen zur Verfügung stellt? Damit man Sie nutzt! Nutzern wird durch die Informationsvielfalt ein erheblicher Mehrwert geboten.

Empfehlung: Nutzen Sie alle Erweiterungen, die Ihnen zweckmäßig passend erscheinen.

Es lohnt sich aus zahlreichen Gründen:

  • Sie können Nutzer durch die Erwähnung von Markenaspekten oder USPs überzeugen
  • Sie erhalten mehr Aufmerksamkeit, da Ihre Anzeige mehr Platz einnimmt
  • Sie können Nutzern noch direkter kommunizieren, dass Sie ihnen genau das geben was sie suchen
  • Sie können direkt zu relevanten Inhalten (Z.B. Bestseller durch Preiserweiterung) verweisen

Und nun heiß es: Umsetzen! Kommt Ihnen einer dieser Fehler bekannt vor? Erkennen Sie sich wieder? Optimieren Sie Ihr Konto mit diesen Tipps & maximieren Sie Ihren ROI!

Wenn es Ihnen vorerst etwas kompliziert erscheint – Keine Sorge. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Eingangsanalyse & wir helfen Ihnen gerne weiter.

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Dann können Sie uns über unser Kontaktformular kontaktieren.

Oder Sie erreichen uns unter folgender Telefonnummer: (04101) 85 86 80

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