fbpx

Google Ads: 5 häufige Fehler, die Budget fressen


Und wie man sie wirksam vermeidet

09.05.2022 | Felix Hartung | Marketing

Die meisten Unternehmen nutzen Google Ads ganz klar weit unter ihren Möglichkeiten. Wenn du dich offiziell dazuzählen kannst, keine Sorge – Es gibt Auswege aus den Tiefen der Low-Performance im AdWords Dschungel.

Aber auch wenn du glaubst, dein Ads-Konto sei in bester Ordnung – Womöglich könntest du mit geringerem Kostenaufwand mehr erreichen, wenn du einige Tipps berücksichtigst. Meist sind es nur kleine Stellschrauben, die entweder Budget rauben oder es in seinem vollen Potenzial ausschöpfen.

1. Conversion-Tracking falsch oder gar nicht eingerichtet

Das Messen von Nutzerdaten ist im Onlinegeschäft die absolute Grundlage. Wieso? Anderweitig könnten keinerlei Optimierungen erfolgen.

Im eCommerce versteht es sich beinahe von selbst: Transaktionen MÜSSEN getrackt werden!

Auch wenn du bisher nicht mit datenbasierten Optimierungs-Automatismen arbeitest, solltest du unbedingt Conversions bestimmten Keywords oder Anzeigen zuordnen können. Wenn der ROI nicht passt, brauchst du Datengrundlagen um Details aufzuschlüsseln & performanceorientierte Lösungsansätze zu entwickeln.

Sei dir also sicher, dass die Conversions korrekt getrackt werden!

Auch wenn du keinen eCommerce Shop betreibst, solltest du mit Micro-Conversions arbeiten. Das könnten zum Beispiel folgende Aktionen sein:

  • Kontaktformular abgeschickt
  • Für Newsletter angemeldet
  • Download von Infomaterial

Tracke ruhig alle möglichen Nutzer-Interaktionspunkte, die von Interesse zeugen.

Klar ist das Berechnen von ROI auf diese Weise komplizierter, da es einem klaren Wert wie zum Beispiel der Transaktionssumme zugeordnet werden kann.

Aber Google Ads oder Analytics schaffen Abhilfe – Hinterlegen Sie jeder Aktion einen Wert, den Sie grob aus Erfahrungswerten berechnen.

  1. Wieviel Geld bringt (durchschnittlich) ein Verkauf ein?
  2. Welcher Anteil der Leads (Oder andere Micro-Conversion) konvertiert zum Käufer?
  3. Multipliziere beide Zahlen
  4. Nun hast du einen ungefähren Wert für die einzelne Conversion-Aktion

Schlussendlich solltest du die Funktionalität des Trackings mithilfe des Google Tag Assistants prüfen. Dort werden dir ggf. potenzielle Fehlerquellen bei der Einrichtung aufgelistet.

2. Zu viele Keywords in einer Anzeigengruppe

Vielleicht denkst du dir: Conversion-Tracking? Ist doch selbstverständlich!

Soweit, so gut… Nun zu einem Punkt, den die meisten AdWords-Anfänger falsch machen.

In vielen Konten findet man Anzeigengruppen, in denen alle vermeintlichen Synonyme im Keywordset zusammengewürfelt werden.

Hier ein Beispiel:

  • Bäume kaufen
  • Laubbaum kaufen
  • Obstbaum kaufen

Auch wenn allen Keywords die identische Landingpage zugeordnet werden kann, herrscht meilenweiten Distanz zur relevanten Nutzeransprache.

Die Anzeigentexte sind nicht auf spezifische Suchintentionen ausgerichtet, was sich in Klick-, Absprungrate & Qualitätsfaktor widerspiegelt.

TIPP: Nutze lediglich EIN Keyword pro Anzeigengruppe!

So kannst du Anzeigentexte & Erweiterungen exakt der Suchanfrage anpassen.

Zum Beispiel zum Keyword „Apfelbaum kaufen“:

  • Anzeigentitel: Apfelbaum kaufen bei PflanzenFabrik24 | Leckere Äpfel selber ernten | Jetzt online bestellen …
  • Snippeterweiterung mit unterschiedlichen Apfelsorten (Elstar, Goldparmäne, Pink Lady)
  • Preis- oder Sitelinkerweiterung

Für das gewählte Keyword kann anschließend mittels Keyword-Optionen variiert werden (Exact Match, Phrase Match).

3. Keyword-Optionen ineffizient eingesetzt

Nun nehmen wir das Thema Keyword-Optionen etwas genauer unter die Lupe.

Die allergrößte Quelle für irrelevante Suchanfragen versteckt sich hinter der Option „Broad Match/Weitgehend passend“. Im Falle der Verwendung werden mögliche (mehr oder weniger) passende Synonyme mit in die Anzeigenschaltung einbezogen.

Das kann zum Beispiel dazu führen, dass beim Keyword „VW Golf kaufen“ für Suchanfragen wie „Golfschläger kaufen“ geboten wird.

Wenn du nicht gerade auf weitreichendes Branding aus bist & exorbitant hohes Budget auf der hohen Kante hast, verzichte lieber auf Broad Match. Stattdessen kannst du „Passende Wortgruppe / Phrase Match“ nutzen. Setze dafür einfach das Keyword in Anführungsstriche.

Wenn du in anderen Quellen noch etwas von „Modified Broad Match / Weitgehend passend mit Modifikator“ liest, kannst du das gepflegt ignorieren. Diese Option wurde abgeschafft und die Funktionsweise in „Passende Wortgruppe“ eingebunden. (Quelle: Google)

Auch hinsichtlich der Gebote in Relation zur Keyword-Option solltest du differenzieren. Da „Exact Match“ häufig eine höhere Conversionrate aufweist, lohnt es sich auch mehr zu bieten. Doch das solltest du an den spezifischen CPC Prognosen des Keywords im Keyword-Planer festmachen.

4. Keine ausschließenden Keywords

Ausschließende oder Negative Keywords sind in deinem Ads-Konto essenziell wichtig & sollten ausgeschöpft werden. So kannst du eine ganze Menge Budget einsparen, das zuvor in irrelevante Suchanfragen investiert wurde.

Anknüpfend an das vorige Beispiel: Schließe „Golfschläger“ aus & du wirst eine große Menge an Budget einsparen.

Die optimale Vorbereitung: Suche dein Keyword vorher bei keywordtool.io und schließe alle Phrasen aus, die nicht zu deinem Produkt / deiner Leistung passen. Das Tool hat den Vorteil, dir eine Menge Longtail-Keywords vorzuschlagen, die beim Keyword-Planer aufgrund des geringen Suchvolumens keine Erwähnung finden.

Was du regelmäßig tun solltest: Untersuche mindestens einmal pro Woche den Suchbegriffsbericht. So kannst du unerwünschte Kostenfaktoren schnell erkennen und als Keyword ausschließen.

Für mehr Effizient bei besagtem Vorgang kannst du auch Listen mit ausschließenden Keywords nutzen. Das macht vieles übersichtlicher.

5. Keine oder irrelevante Anzeigen-Erweiterungen

Warum Google zahlreiche Erweiterungen zur Verfügung stellt? Damit man sie nutzt! Nutzern wird durch die Informationsvielfalt ein erheblicher Mehrwert geboten.

Empfehlung: Nutze alle Erweiterungen, die zweckmäßig passend erscheinen.

Es lohnt sich aus zahlreichen Gründen:

  • Du kannst Nutzer durch die Erwähnung von Markenaspekten oder USPs überzeugen
  • Du erhältst mehr Aufmerksamkeit, da deine Anzeige mehr Platz einnimmt
  • Du kannst Nutzern noch direkter kommunizieren, dass du ihnen genau das gibst was sie suchen
  • Du kannst direkt zu relevanten Inhalten (Z.B. Bestseller durch Preiserweiterung) verweisen

Und nun heiß es: Umsetzen! Kommt dir einer dieser Fehler bekannt vor? Optimiere dein Konto mit diesen Tipps & maximiere deinen ROI!

Wenn es dir vorerst etwas kompliziert erscheint – Keine Sorge. Kontaktiere uns für eine kostenlose Erstberatung & wir helfen gerne weiter.