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Inbound-Marketing: 5 Vorteile im eCommerce


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

16.11.2020 | Felix Hartung | Marketing

Vom Kunden gefunden werden & ihn mit Mehrwert zum eigenen Unternehmen anziehen – Inbound Marketing ist in aller Munde. Immer wieder hört man ganz besonders in der Online-Marketing Szene von der Effektivität dieser Methode.

Fakt ist: Ein Großteil der Anwender des Inbound-Marketings konnte dadurch hervorragende Ergebnisse erzielen. In einer Studie vom US-Unternehmen Hubspot wurde herausgefunden, dass 75% der Anwender die Strategie für effektiv halten.

Wenn Sie eCommerce betreiben oder online für Ihr Unternehmen werben, empfehle ich Ihnen wärmstens einen Einblick in die Strategie und Ihre Vorteile. Sie wirft ein neues Licht auf womöglich festgefahrene Betriebsabläufe, die im modernen Markt ihr Potenzial nicht ausschöpfen.

Definition: Was ist Inbound-Marketing?

Beginnen wir zuerst beim Gegensatz – dem Outbound Marketing (auch „Interrupting-“ oder „Old-Marketing“ genannt). Der klassische Weg, um die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe zu gewinnen, befand sich meist im Unterbrechen der eigentlichen Tätigkeit Ihrer Zielgruppe mit Ihrer Werbebotschaft. Beispiele dafür sind TV-Werbung, Plakate, Radio im Offline- sowie Display Advertising und gewissermaßen E-Mail Marketing im Online-Bereich.

Inbound-Marketing hingegen zielt darauf ab, vom Nutzer gefunden zu werden. Ihre Aufgabe besteht also darin, Nutzer im Hinblick auf ihr Problem oder ihre Intention anzuziehen & sich als Lösung zu präsentieren. Es geht darum, die individuelle Situation des potenziellen Kunden aufzugreifen und eine fortlaufende Vertrauensbasis aufzubauen, indem Sie ihm echten Mehrwert bieten. Beispiele dafür sind SEO, Suchanzeigen, Content- und organisches Social Media Marketing.

1. Echter Mehrwert stellt Ihr Unternehmen in ein besseres Licht

Indem Sie sich als Lösung präsentieren, die Ihren Kunden wirklich weiterhilft, erzeugen Sie Mehrwert. Ein positives Gefühl, welches der Nutzer mit Ihrem Unternehmen assoziiert. Selbst wenn Sie unmittelbare Werbebotschaften verbreiten schaffen Sie Mehrwert, solange Sie Ihren Nutzern damit eine Lösung für Ihr Problem bereitstellen.

Beim Outbound Marketing wird häufig gegenteiliger Effekt erzielt: Können Sie sich erinnern, eine Werbung mal als derart nervig wahrgenommen zu haben, dass der Stellenwert des dahinterstehenden Unternehmen für Sie deutlich gesunken ist? Womöglich oft genug!

Das Inbound-Konzept schreit hingegen nicht nach Aufmerksamkeit, sondern tritt nur dann in Erscheinung, wenn Nutzer aktiv danach suchen. Dadurch wirkt Ihr Unternehmen authentischer & Ihre Leistung wertvoller. Und wenn wir mal ehrlich sind: Niemand hat gern das Gefühl, etwas angedreht zu bekommen. Er möchte darauf vertrauen, selbst die größte Triebkraft der Kaufentscheidung zu sein.

2. Inbound-Marketing ist zeitgemäß & zukunftsfähig

Das Kaufverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Während früher meist der Kontakt zu Verkäufern erforderlich war, wird heutzutage meist Wert darauf gelegt, sich Informationen selbst zu beschaffen und auf Basis dessen eine „eigene“ Kaufentscheidung zu treffen.

Mit Inbound-Marketing können Sie Kunden quasi passiv dabei unterstützen, diese Entscheidung zu treffen. Da die Suchmaschine mit die größte Rolle in Ihrer Strategie spielt, lohnt es sich durch SEO-optimierten Content für relevante Keywords zu ranken & so den potenziellen Käufer anzuziehen.

Guter Content hat außerdem einen entscheidenen Vorteil: Langlebigkeit! Im Gegensatz zu Outbound-Werbung ist organischer Content langfristig sichtbar & generiert dadurch passiv Traffic.

3. Es ist effektiv & kostengünstig

Während Unternehmen oft hohe Werbebudgets in Outbound-Marketing investieren, steht der Ertrag meist in keinem Verhältnis zum Aufwand. Werbebanner werden mittlerweile zum größten Teil ignoriert & es bleibt wenig Input im Gedächtnis (Bannerblindheit).

Es soll zwar eine große Reichweite generiert werden, jedoch entstehen Streuverluste, da Sie Ihre Zielgruppe nicht so genau treffen. Oder zumindest nicht an dem Punkt, wo sie sich wirklich für Ihr Unternehmen interessieren.

Inbound-Strategien sind deshalb so effektiv, weil sie sich als individuelle Lösung des Problems eines Nutzers präsentieren. Und im Falle von z.B. Content-Marketing kostet es Sie meist nicht mehr als Zeit & Aufwand, der sich rentiert, wenn Sie Ausdauer beweisen.

4. Ihr Experten- und Markenstatus wird besser anerkannt

Gerade im Content-Marketing können Sie Ihre Zielgruppe auf eine angenehme Art und Weise davon überzeugen, dass Sie Experte in Ihrem Themengebiet, Ihrer Branche sind. Wenn Sie Beiträge verfassen, die wirklich von Kenntnis zeugen und Ihren Nutzer in seiner Intention oder bei seinem Problem unterstützen, gewinnen Sie Autorität.

Wenn Sie Autorität in einem Gebiet haben, gelangt Ihre Zielgruppe schnell zu der Annahme, dass sich diese auch in Ihren Produkten manifestiert. Schließlich würde ein wahrer Experte keinen Schrott verkaufen.

Diese Autorität verändert gleichermaßen die Markenwahrnehmung. Der assoziierte Wert mit der Identität der Marke wird steigen.

5. Inbound-Marketing ist hervorragend messbar

Im Gegensatz zu klassischen Outbound Aktivitäten wie Plakate oder TV-Spots können Sie bei den meisten Inbound-Aktivitäten die Resultate nachvollziehen und auswerten.

Das eröffnet Ihnen zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen:

  • Aus welchen Kanälen kamen wie viele Besucher?
  • Unter welchen Voraussetzungen ist die Conversionrate am besten?
  • Über welche Keywords wurden Sie gefunden?
  • Welche Marketingmaßnahmen bringen Ertrag, welche nicht?

Wenn Sie ein voll funktionsfähiges Google Analytics und Search Console Konto eingerichtet haben, genügt das in der Regel schon. Nutzen Sie das Potenzial, Ihr eCommerce-Geschäft kennzahlenbasiert nachzujustieren & Ihr Potenzial Step-by-Step weiter auszuschöpfen.