Transaktionsmails effektiv im Marketing einsetzen


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

08.02.2020 | Felix Hartung | Marketing, Webshop

Transaktionale Mailings werden von den meisten Shopbetreibern als rein formales Mittel angesehen, welches einfach „sein muss“. Zugegeben: Muss es auch!

Jedoch sollten Sie bedenken, dass dort erhebliches Potenzial hinsichtlich Kundenbindung, Markenbildung & Umsatzsteigerung drinsteckt. Und das hat seine Gründe. Lassen Sie sich die Chancen nicht entgehen.

Wollen Sie wissen, wie Sie alles aus transaktionalen E-Mails herausholen? Wir von Kussin zeigen Ihnen, was Sie für Ihre Optimierung wissen müssen.

Inhaltsangabe:

Was sind Transaktionsmails?

Transaktionale Mails werden grundsätzlich immer automatisiert versandt & entweder durch eine Nutzeraktion oder einen bestimmten Geschäftsvorgang ausgelöst.

Beispiele dafür sind:

  • Bestell- und Versand-bestätigung
  • Kundenkonto-Benachrichtigungen (Z.B. Passwort vergessen)
  • Mitteilungen über Restocks (Wenn ein einstmalig ausverkauftes Produkt wieder Lagerbestand aufweist)

Dabei geht es vorrangig um die Vermittlung relevanter Informationen & nicht darum, Überzeugungsarbeit zu leisten. Auch wenn dies unter bestimmten Bedingungen mit einfließen kann.

Das sind die Vorteile

Der größte Vorteil bei transaktionalen Mails ist in der Regel der, dass sie vom Nutzer erwartet werden. Newsletter zum Beispiel erscheinen einfach aus heiterem Himmel im Postfach des Empfängers.

Wenn Sie etwas bestellen, sehen Sie wahrscheinlich zeitnah nach der Bestellbestätigung. Daraufhin warten Sie sehnsüchtig auf die Versandbestätigung.

Dadurch profitieren Sie von Öffnungsraten, die mit durchschnittlich 80% fast doppelt so hoch sind wie die von Newslettern. Das bedeutet schlussendlich, dass Nutzer Ihre Mails mit hoher Aufmerksamkeit lesen, was einen erheblichen Marketingvorteil einbringt.

Die Rechtslage

Nun fragen Sie sich sicherlich: Brauche ich nicht einen Double-Optin, um E-Mails für Marketingzwecke zu nutzen?

Ja und nein – Generell erfordert der Versand von Transaktionsmails keine Einwilligung vom Nutzer, ist sogar laut Fernabsatzrecht vorgeschrieben (§ 312c BGB: Unterrichtung des Verbrauchers bei Fernabsatzverträgen).

Anders verhält es sich, wenn Werbeinhalte vermittelt werden – Dort muss der Nutzer erst ausdrücklich zustimmen. Eine Abmeldefunktion soll außerdem zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Aber keine Sorge, das macht Ihre Transaktionsmails nicht gleich unbrauchbar für Werbezwecke. Sie müssen nur wissen wie: Dafür zeigen wir Ihnen eine rechtlich saubere Lösung, die gleichzeitig effizient ist.

Tipps für die Optimierung

Egal ob Sie in Ihren Transaktionsmails auch Werbeinhalte vermitteln möchten – Um mit Ihren Mails zu überzeugen, sollten Sie gewisse Grundsätze beachten. Denn so können Sie Ihren Unternehmensidentität ins rechte Licht rücken. Je nachdem wie viel Sie bereit sind zu verändern, können Sie das Stammkundenpotenzial exorbitant beeinflussen.

1. Kundenfreundliche Kommunikation

Die E-Mail sollte weniger als eine formale Information angesehen & mehr wie eine zwischenmenschliche Interaktion behandelt werden. Schließlich bildet sich Ihr Kunde seine Meinung über Ihr Unternehmen nach allem, was er von Ihnen hört.

Reden Sie mit Ihrem Kunden, wie Sie es in einem 4-Augen-Gespräch tun würden. Bedanken Sie sich für sein Vertrauen, sprechen Sie ihn persönlich an & geben Sie ihm ein gutes Gefühl, sodass er Sympathie empfindet.

Darüber hinaus können Sie hier direkten Aufschluss über Ihren Service geben, um die Zufriedenheit hinsichtlich seiner Kaufentscheidung zu bekräftigen. Er soll wissen, von welchen Vorteilen er profitiert & dass er bei Fragen oder Problemen jederzeit auf Sie zählen kann.

2. Feedback / Shares erfragen

Rezensionen kommen meistens nicht von selbst – Dem werden Sie wohl oder übel zustimmen müssen. Auch wenn viele Ihrer Kunden mit Ihrer Leistung zufrieden sind, werden sie nicht unbedingt zusätzlichen Aufwand anleiern.

Daher ist es zwingend notwendig, in allen möglichen Kanälen zum Feedback aufzufordern.

Und wenn das nicht schon auf Ihrer Thank-You-Page geschehen ist, sollten Sie diese Message auf jeden Fall in Ihre Bestellbestätigungsmail aufnehmen. Nicht nur um die Pflege von Bewertungsportalen oder Produktrezensionen sollten Sie sich kümmern, sondern auch Shares über Social-Media können Sie dem User so ermöglichen.

3. Newsletteranmeldungen fördern

Gerade für Neukunden besonders interessant: Ihr Newsletter! Transaktionsmails sind eine geniale Möglichkeit, um Opt-Ins zu initiieren.

Durch die hohe Aufmerksamkeit beim Lesen ist die Erfolgsquote hier mit am höchsten.

So können Sie dabei vorgehen:

  • Bieten Sie dem Kunden einen Gutschein, wenn er sich anmeldet
  • Heben Sie die Exklusivität hervor (Informationen zu speziellen exklusiven Angeboten)
  • Klären Sie offen über Datenschutz auf & beseitigen Sie die Unsicherheiten des Kunden

Über diesen Weg schaffen Sie eine weitere Grundlage für langfristige Kundenbindung.

4. Produktempfehlungen einbinden

Wären Transaktionsmails nicht auch ein vielversprechender Weg, um Produktvorschläge einzubinden und so relevante Cross-Sells zu erzeugen?

Ein klares JA! Sie sollten allerdings wissen, dass Werbung an dieser Stelle an eine Einwilligung gebunden ist. Das bedeutet, z.B. nur Leute die für Ihren Newsletter registriert sind, dürfen Ihre Produktempfehlungen angezeigt bekommen.

Wichtig: Die Abmeldefunktion darf nicht fehlen, da die E-Mail sich nun von herkömmlichen Transaktionsmails abgrenzt & als Werbemitteilung angesehen wird.

Wenn Sie die Ergebnisse Ihrer Cross-Sells optimieren möchten, lohnt es sich ein A/B-Testing für unterschiedliche Parameter (z.B. Position, Buttonfarbe, CTA, Produktauswahl) einzurichten.

5. Zustellung absichern & Spam umgehen

Stellen Sie sich vor, Ihr User bestellt frohen Mutes, gelangt auf Ihre Thank-You-Page und erwartet schlussendlich seine Bestellbestätigung. Er durchsucht sein Postfach, doch kann er nichts auffinden. Nach etwa 10 Minuten findet er sie im Spamordner.

Womöglich können Sie sich in etwa vorstellen, was das bei ihm auslöst: Er ist vielleicht zuerst erleichtert, dass die Bestellbestätigung doch noch eintrifft. Bloß ist diese Reaktion von Unmut & einer gewissen Unsicherheit gegenüber Ihrem Unternehmen begleitet.

Den Beigeschmack des Spamordners sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Besonders wenn es um wichtige Daten geht, was bei transaktionalen Mails in der Regel immer der Fall ist. Darüber hinaus sollten Ihre Bestellbestätigungen höchstens 15 Sekunden benötigen, um im Empfängerpostfach angelangt zu sein.

6. E-Mail individualisieren

Möchten Sie das Maximum aus Ihren E-Mails herausholen? Dann sollten Sie sich mit der Erstellung individualisierter Mails befassen!

Das heißt, Sie machen den Aufbau und Inhalt von den Daten anhängig, die im Backend zu Kunden hinterlegt sind. Hat der Kunde Ihren Newsletter abonniert? Wieviele Bestellungen hat er bisher abgeschlossen?

Zum Beispiel so könnte Ihre Individualisierung aussehen:

  • Wenn Ihr Kunde noch kein Newsletter-Abonnent ist, zeigen Sie ihm ein Opt-In Feld mit Call-to-Action
  • Wenn Ihr Kunde den Newsletter abonniert hat, zeigen Sie ihm Produktvorschläge oder Angebote
  • Wenn Ihr Kunde erst einmal bestellt hat, zeigen Sie ihm einen Gutscheincode für seinen nächsten Einkauf

Machen Sie sich Gedanken, welche Kundensegmente es gibt & welche Bedürfnisse diese jeweils haben. Nun sind Sie an der Reihe!

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Dann können Sie uns über unser Kontaktformular kontaktieren.

Oder Sie erreichen uns unter folgender Telefonnummer: (04101) 85 86 80

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