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Testing Checkliste für Onlineshops


Worauf sollte beim Testen von E-Commerce Shops geachtet werden?

27.09.2022 | Angelika Hummel | Webshop

Um einen hohen Qualitätsstandard von Onlineshops zu gewährleisten, sind gewisse Standards im Testprocedere nötig.

Im Folgenden möchte ich auflisten, welche Standardtests empfehlenswert sind. Dabei gehen wir vom Großen ins Kleine.

Allgemeines

Startseite

Wie der normale User auch, startet man mit dem Testing auf der Startseite und kontrolliert, ob alle Elemente korrekt geladen sind. Sieht es so aus, wie es auf der Live-Umgebung auch aussieht?

  • Alle Bilder und Schriften geladen
  • Logo korrekt verlinkt
  • Inhalte wie Banner, Slider usw. aktuell

Feststehende Elemente – Footer & Header

Feststehende Elemente wie Header und Footer sowie die dort hinterlegten Links müssen richtig aussehen:

  • AGB, Kontakt, Datenschutz, Lieferbedingungen etc. korrekt verlinkt
  • Trust Badges
  • Suche

Selbstverständlich ist die Suche eines der wichtigsten Navigationsmittel und deshalb wird sie auch getestet. Es werden Suchanfragen eingegeben, die mal korrekt und mal mit Tippfehlern geschrieben werden. Das Ergebnis ist genau zu betrachten und nach Richtigkeit zu überprüfen.

Performance

Sind die Ladezeiten einzelner Steps schnell genug?

Die Geschwindigkeit der Seitenaufrufe gehört zum Usererlebnis und sollte auf jeden Fall berücksichtig werden. Falls die Schnelligkeit nicht wie gewünscht funktioniert, ist abzuklären, ob die Testumgebung ggf. mit reduzierter Kapazität läuft.

Die Navigation im Onlineshop ist von essenzieller Bedeutung. Aus diesem Grund werden alle Hauptnavigationspunkte angeklickt und es wird kontrolliert, ob die dargestellten Ergebnisse korrekt sind. Auch hier ist wieder auf die Performance zu achten.

Anmelde-Prozesse

Da es wichtig ist, dass die User sich schnell, einfach und intuitiv anmelden können liegt ein Augenmerk auf dem Test dieser Prozesse. Es wird folgendes „durchgespielt“:

  • Registrierung: Neu-Anmeldung eines Kunden einwandfrei möglich
  • Log-in: Wieder-Anmeldung eines Bestandskunden einwandfrei möglich
  • Newsletter: An- und Abmeldung zum Newsletter einwandfrei möglich
  • Log-out: Abmeldung eines Kunden nach vorheriger Anmeldung einwandfrei möglich

Kategorien-Seiten (Produkt-Listing-Seiten – PLP)

Unter Kategorie Seiten versteht man eine Auflistung verschiedener Produkte, die zu einer Kategorie gehören z.B. T-Shirts. Diese Seiten werden auch product listing pages (PLP) genannt.

  • Kategorie-Seiten aufrufbar (klickbar)
  • In der jeweiligen Kategorie sind die richtigen Produkte aufgelistet
  • Einzelne Produkte aufrufbar und korrekt

Auf den PLP ist es unerlässlich zu prüfen, ob alle dargestellten Produkte in die jeweilige Kategorie gehören, ob sie aktuell sind, ob alle aufgelisteten Items per Klick anwählbar sind.

Auf den ersten Blick sollte ein Modellname, der Preis und ggf. die Verfügbarkeit erkennbar sein. Manche Anbieter haben hier schon Rabatt-Störer, andere einen Button für den Warenkorb.

Produktdetail-Seiten (PDP)

Die Produktdetailseiten sind das Herz eines Online-Shops. Sie „verkaufen“ das Produkt an den User, deshalb müssen sie den Spagat schaffen zwischen einem Maximum an Informationen, gepaart mit attraktiver Optik und maximaler Userfreundlichkeit. Aufgrund der Bedeutung wird dem Testen verschiedener PDP auch eine besondere Bedeutung beigemessen.

Hier ist zu prüfen, ob folgende Inhalte korrekt sind:

  • Produktbeschreibungen
  • Alle Bilder
  • Preis
  • Empfehlungen zu ähnlichen Produkten
  • Empfehlungen zum Zubehör
  • Gibt es eine Rabatt Aktion

Bezüglich der Usability ist folgendes zu checken:

  • Ist das Produkt mit einem Klick in den Warenkorb zu legen?
  • Ist es mit einem Klick möglich, die gewünschte Anzahl zu ändern?
  • Ist es möglich, das Produkt mit einem Klick auf den Merkzettel zu legen?
  • Ist dargestellt, ob noch genügen / oder wenige Modelle auf Lager sind?
  • Gibt es die Möglichkeit, um Benachrichtigung zu bitten, falls ein Modell zurzeit ausverkauft ist?

Bestellprozess

Der eigentliche Bestellprozess ist der Moment in dem der User zum Kunden wird. Um Abbrüche zu reduzieren bzw. die Conversionrate zu maximieren, gilt es hier die Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Aus eben diesem Grund ist eine sorgfältige Kontrolle des Bestellprozesses erheblich.

Warenkorb

Folgende Aktivitäten sind unbedingt zu testen:

  • Verschiedene Produkte in den Warenkorb legen
  • Einzelne Produkte wieder entfernen
  • Die Menge einzelner Produkte erhöhen und reduzieren
  • Gibt es die Option „weiter einkaufen“
  • Gibt es die Option „Warenkorb ansehen“
  • Gibt es die Option „Produkt (für später) merken“
  • Gibt es Empfehlungen für ähnliche Produkte (Cross-selling)
  • Gibt es Empfehlungen für Zubehör (Up-selling)
  • Wird eine Zusammenfassung des Warenkorbs inkl. Steuern dargestellt
  • Gibt es einen Button der explizit geklickt werden muss um den weiteren Bestellprozess anzustoßen

Checkout

Sind die gewünschten Produkte im Warenkorb, geht es um Versand & Bezahlung.

Versand

Auch hier sind alle Schritte einmal zu überprüfen:

  • Werden verschiedene Versandarten inkl. der Kosten angezeigt?
  • Ist eine gewünschte Versandart einfach auswählbar?
  • Werden Rechnungsadresse und Versandadresse angezeigt?
  • Ist es möglich eine geänderte Versandadresse anzugeben?
  • Ist die Zusammenfassung des Warenkorbs inkl. Steuern jetzt noch sichtbar?

Zahlung

  • Werden im weiteren Verlauf verschieden Zahlungsarten angeboten?
  • Sind gängige Zahlungsarten angeboten?
  • Ist es möglich eine Zahlungsart vor endgültiger Bezahlung abzubrechen?
  • Sind die üblichen Sicherheitsstandards eingehalten z.B. Prüfnummer bei Kreditkarte?

Wie hier ersichtlich wurde, ist es also recht komplex einen Onlineshop durchzutesten.

In einem regelmäßigen Update Prozess sind die Testschwerpunkte auf der aktuellen Änderung zu setzen. Dennoch ist es unerlässlich in regelmäßigen Abständen alle Bereiche der Website zu kontrollieren. So beugt man Beschwerden und unerwünschten Shopping-Abbrüchen vor.