fbpx

Magento Commerce wird zu Adobe Commerce: eCommerce auf einem neuen Level!


Mit dem Rebranding von Adobe Commerce – ehemals Magento

08.01.2023 | Melanie Wilhelm | Adobe Commerce, Blog, Entwicklung

Was steckt hinter dem Rebranding?

Die Shop-Software Magento Commerce wurde vor drei Jahren von Adobe gekauft.
Adobe löst sich vom Name „Magento“. Jetzt heißen die kostenpflichtige Lizenz-Version von Magento und die Adobe Commerce Cloud „Adobe Commerce“.

Magento ist wohl eine der bekanntesten Shop-Software-Lösungen und wird jetzt nur noch als Name für die Open-Source-Version weiterleben.

Im Frühjahr 2018 landete Adobe mit der Übernahme von Magento eine ziemliche Überraschung. Ungefähr ein Jahr später wurde Magento Commerce dann unter der Bezeichnung Adobe Commerce Cloud in die Adobe Experience Cloud integriert. Wenig später wurde Magento 2019 bereits zum dritten Mal in Folge als Leader im “Gartner Magic Quadrant for Digital Commerce Platforms” genannt.

Die Zusammenführung der beiden Marken ist laut Jason Woosley (VP of Commerce Product & Platform) die nächste Phase der Integration von Magento und Adobe.

Im April 2021 hatte Adobe bekanntgegeben, dass die Marke Magento Commerce durch Adobe Commerce abgelöst wird.
Das ist ein drastischer Schritt, nachdem sich Magento seit über 10 Jahren zu einer festen Größe im eCommerce etabliert hat.

Als der Software-Riese Adobe Magento übernommen hatte, wurde die Kommerzialisierung der eCommerce-Plattform Magento stärker als zuvor in den Vordergrund gerückt, was wir 2020 deutlich gesehen haben (durch den durchgesetzten End of Life der immer noch weit verbreiteten Plattform Magento 1) und auch durch die stärkere Differenzierung im Funktionsumfang der lizenzpflichtigen Magento Commerce Version zur kostenfreien Magento Open Source Version.

Was ist Adobe Commerce?

Adobe Commerce, war vorher Magento Commerce und ist eine moderne Open-Source Lösung für Online-Shops und eCommerce-Unternehmen.

Mit fast 30% Marktanteil weltweit ist sie dabei die erfolgreichste Shopsoftware und das aus guten Gründen. Sie ist anpassbar, flexibel und skalierbar und bietet enorm viele Features und Grundlagen, um den individuellen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Shop-Software richtet sich vor allem an mittelständige Unternehmen, dennoch spricht sie immer mehr Enterprise-Kunden an. Die kostenlose Open Source Variante wird weiterhin als Magento Open Source bezeichnet. Seit 2008 gibt es die Software bereits.

Als Teil der Adobe Experience Cloud ist die ehemalige Adobe Commerce mit den verschiedenen Adobe Services kombinierbar. Damit soll eine ganzheitliche Customer Experience geschaffen werden. Die Experience Cloud besteht aus Anwendungen rund um Kundenanalyse und -segmentierung, Content, Marketing und Datenanalyse und -aufbereitung – und Adobe Commerce.

  • 250.000 Installationen weltweit
  • 7.500 bekannte Erweiterungen
  • 200 Solution Partner

Magento 2 ist Adobe Commerce: Optimierter Shop zum Erreichen großer Ziele

Adobe Commerce, ehemals Magento 2 (Magento Commerce), ist eine Weiterentwicklung des Vorgängersystems Magento 1, welches seit 2008 viele Online-Händler begeistert hat.

Der Support für Magento 1 wurde jedoch 2020 eingestellt und die Weiterentwicklung Magento 2 wurde 2018 an Adobe verkauft. Durch das Rebranding heißt das aktuelle Shopsystem nun Adobe Commerce. Im IT- und Händlerbereich wird es sogar oft noch als Magento oder Magento 2 bezeichnet.

Hier einmal die wichtigsten Aspekte:
In der kostenlosen Open-Source-Variante können nach wie vor die Kernfunktionen des Systems verwendet werden und die Magento 2 Version steht zum Download zur Verfügung, natürlich für alle.
Das schöne an Adobe Commerce ist, es ist „quelloffen“ und kann mit entsprechenden IT-Kenntnissen von Entwicklern und Agenturen flexibel an Ihre Anforderungen angepasst werden.

Die schnellere Ladezeit ist ein enormer Vorteil von Adobe Commerce gegenüber Magento 1, sowie der optimierte Checkout. Nicht zu vergessen, die Sicherheitsarchitektur wurde verbessert sowie die Benutzeroberfläche einfacher und intuitiver strukturiert.
Die Sicherheit ist bei Magento 1 ohnehin für Händler schwer aufrecht zu erhalten, aufgrund der fehlenden Updates des Herstellers.

Was kostet Adobe Commerce (Magento 2) und für wen ist es geeignet?

Adobe Commerce ist an Unternehmen gerichtet, die die Startphase bereits hinter sich haben, d.h. Betriebe mit einem Umsatz ab etwa 1 Million Euro, wobei es Nach oben hin kaum eine Begrenzung gibt. Die Preise für das ehemalige Magento 2 werden vonseiten Adobe nicht offen kommuniziert, da sie abhängig von der Größe des Unternehmens und den Anforderungen sehr stark variieren können. Schätzungen nach liegen die jährlichen Kosten bei etwa 15.000 bis 20.000 Euro für kleine Unternehmen und steigen mit der Unternehmensgröße.

Eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen müssen, zur Einschätzung der Kosten ist, ob es besondere Anforderungen an den Shop gibt.

Wichtige Änderungen von Adobe Commerce (Magento 2 Commerce) gegenüber Magento 1

Magento 1 hat als Open-Source-Lösung eine ganze Generation von Entwicklern und Händlern begeistert. Jedoch stößt Magento 1 bei mittleren bis großen Shops oft an seine Grenzen. Abgesehen davon, stellt die Pflege der Open-Source-Lösung gerade im Bereich der Cyber-Security auch für geschulte Entwickler eine große Herausforderung dar. Daher ist die Mehrheit der Nutzer schon auf Magento 2 (Adobe Commerce) umgestiegen.

Die wichtigsten Änderungen und Verbesserungen von Adobe Commerce gegenüber den Vorgängerversionen:

  • Sicherheit
    Mit den Updates auf die Magento Versionen 2.3 und 2.4 wurde insbesondere die bereits vielfach verbesserte Sicherheitsarchitektur noch einmal auf eine neue Grundlage gestellt. Dazu zählt die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Administratoren des Systems. Das bedeutet, dass eine Autorisierung aus zwei unterschiedlichen Quellen erfolgen muss. Gelangt ein Gerät mit gespeicherten Login-Daten also in die falschen Hände oder wird es gehackt, ist eine Anmeldung im Shopsystem trotzdem nicht möglich. Viele weitere Sicherheitsmechanismen sorgen darüber hinaus dafür, dass das System PCI-zertifiziert ist.
  • Ladezeiten
    Auch die Ladezeiten haben sich mit den Aktualisierungen verbessert. Dazu beigetragen hat beispielsweise, dass in vorherigen Versionen noch Zahlungsanbieter mit in die Kern-Infrastruktur integriert waren und diese nun entfernt wurden. Das macht das System schlanker und schneller. Dazu kommt eine Technologie namens Full-Page-Caching, die die Ladezeit weiter reduziert.
  • UI/UX
    Die Nutzeroberfläche erlaubt es, zusammen mit dem integrierten Page Builder, auch mit nur wenigen IT-Kenntnissen das Seitenlayout zu gestalten, Produkte einzustellen und zu verwalten.
  • Verbesserter Checkout-Prozess
    Auch der Kaufprozess, vom Warenkorb bis zum Checkout durch Klicken des Kauf-Buttons, wurde in Adobe Commerce (Magento 2 Commerce) stark verbessert.

Fazit: Insgesamt ist durch die verbesserten Ladezeiten, die intuitive Benutzeroberfläche und den verbesserten Checkout die Leistung des Adobe Commerce-Systems sehr stark im Vergleich zu anderen Shopsystemen. Für einen individuellen Markenauftritt im Shop, ist es jedoch ratsam, eine Agentur mit einzubeziehen, um bestimmte Wünsche im Code umzusetzen.

Warum Adobe Commerce?

Es ist ein modernes System, das darauf ausgelegt ist, einfach und performant mit weiteren Systemen und auch Services verbunden zu werden, wobei es viele bereits mit sich bringt (Content Management System (CMS), Progressive Web App (PWA)), welche aber nicht verwendet werden müssen.

Adobe Commerce ist eines der flexibelsten Systeme am Markt und das mit vergleichsweise geringen Kosten mit einer Menge an Features wie z.B. alles für die Internationalisierung oder den B2B-Vertrieb. Es können auch weitere Features einfach selbst entwickelt oder als Erweiterung vom Marketplace bezogen werden.

Adobe Commerce hat eine riesige Community, die permanent an Optimierungen und neuen Features arbeitet.

Key-Features:

  • B2B Funktionalitäten: In diesem Modul gibt es u.a. Firmenkonten mit umfangreichem Rechte- und Rollenmanagement, zahlreiche Bestellmöglichkeiten und optimierte Workflows für Angebotsanfragen.
  • Content Management: Der integrierte Page Builder ist ein CMS mit Drag-and-Drop-Funktion, zusätzlich sind weitere Features wie Content Staging oder Bildoptimierung inkludiert.
  • Business Intelligence: Ob auf integrierten oder selbst erstellten Dashboards – alle KPIs und Daten bleiben stets im Blick und können visuell nach eigenen Wünschen aufbereitet werden.
  • Sicherheit: Egal ob beim Payment, der Abwehr von DDoS oder Ausfallsicherheit – Adobe ist bestens gerüstet. Und bringt z.B. eine PCI Zertifizierung bereits mit.
  • Kundenzentrierung: Alles, um die Kunden besser kennenzulernen, sie zu verstehen, einzuordnen und zu segmentieren und dann optimal und gezielt auf allen Plattformen und Kanälen anzusprechen.
  • Flexibilität: Es ist Open Source und kann daher auf jegliche individuellen Wünsche angepasst werden. Im Marketplace gibt es zudem diverse Erweiterungen.
  • Performance: Optimierte Schnittstellen, Performance-Überwachung und intelligentes Caching machen Adobe Commerce zu einem äußerst performanten System.
  • Service: Der Servicembeinhaltet unter anderem kontinuierliche Weiterentwicklungen, vorkonfigurierte Tools, proaktive Überwachung der Serverumgebung und technischen Kundenservice.

Ziel der Konsolidierung war es, die eCommerce-Plattform Magento stärker in das Gesamtpaket von Adobe zu integrieren.
Dieses Angebot bezeichnet Adobe als “Adobe Experience Cloud” und umfasst neben eCommerce auch die Themen digitales Marketing, Analyse und Kampagnen-Verwaltung.

Den Fokus bei der Roadmap legt Adobe vor allem auf große Eigenentwicklungen, um sich stärker von anderen Shopsystemen am Markt abzuheben.
Dazu zählt beispielsweise die KI-Lösung Adobe Sensei. Sensei bietet unter anderem Produktvorschläge auf Basis von Bilderkennung oder eine integrierte Suchmaschine (Live Search) mit anpassbarer Logik, Suchvorschlägen und Autocorrect-Features. Mit dieser Entwicklung macht sich Adobe auch stärker von Drittanbietern unabhängig, deren Lösungen an unterschiedliche Shopsysteme angebunden werden können.
In Sachen Schnittstellen wird sich dort zumindest auf absehbare Zeit erst einmal nichts ändern, da Magento nach wie vor in bestehende Systemlandschaften mit ERP, PIM & CRM integriert werden muss.

Was passiert mit Magento Open Source?

Von dem Rebranding wurde die Open-Source-Version von Magento ausgeschlossen. Sie bleibt weiterhin unter dem Namen „Magento“ bestehen, sowie der Support von Magento in seiner bewährten Form bestehen bleibt.

In Ihrem Blog bestätigt Adobe, dass sie weiterhin die Magento Association unterstützen und mit der Community zusammenarbeiten werden, denn nur zusammen kann man die Kernkompetenzen ausbauen und die Herausforderungen im eCommerce meistern.

Was ändert sich für Anwender?

Für Nutzer von Magento Open Source ändert sich zunächst nichts. Die Plattform bleibt weiterhin verfügbar und schon zuvor gab es durch Adobe keinen Support für die lizenzkostenfreie Version.

Für Nutzer der ehemaligen Magento Commerce Variante wird in absehbarer Zeit auch alles beim Alten bleiben. Die einzelnen Produkte der Digital Experience Cloud werden auch weiterhin eigenständige Lösungen bleiben und nicht zu einem größeren Gesamtpaket werden, das allen Nutzern aufgedrückt wird. Wir erwarten in Zukunft eine stärkere Verzahnung der einzelnen Lösungen, sodass die hauseigenen Lösungen für eCommerce und digitales Marketing schneller und übersichtlicher miteinander integriert werden können.

Für wen ist Magento Open Source interessant und wer sollte auf Adobe Commerce setzen?

Beide haben unterschiedliche Zielgruppen, sowohl Adobe Commerce als auch Magento Open Source.
Es werden keinesfalls Enterprise-Kunden, große und mittelständische Unternehmen, die im eCommerce schon lange erfolgreich auf Magento Commerce setzten, sich zur schlanken Open-Source-Variante umstimmen lassen.

Die Entscheidung für ein Produkt hängt vom Reifegrad und der eigenen IT-Strategie ab. Wie es konkret heißt, ist letztlich sekundär, wichtig ist, was es kann.

Magento Open Source wird nach wie vor ein Enterprise-fähiges Shopsystem bleiben, das sich in jede Systemlandschaft integrieren lässt.

Adobe Commerce entwickelt sich immer mehr zu einer All in One Lösung inklusive Cloud, Automatisierung, Marketing Suit und Analyse. Es wird stärker in die restlichen Adobe Produkte vernetzt, wodurch sich für den User die Wartungskosten der Systemlandschaft senken und auch langfristig gesehen die TCO (Total Cost of Ownership).
Das Plugin für Magento 2 / Adobe Commerce lässt sich nahtlos in das Shopsystem integrieren.

Falls du noch Fragen hast oder im eCommerce Unterstützung benötigst, nimm gerne Kontakt mit uns auf.