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10 Tipps zur perfekten Produktseite


Produktseiten optimieren mit aktuellen Best-Practices

07.03.2022 | Felix Hartung | Marketing, SEO, Webshop

Wusstest du, dass 87% der Onlinekäufer den Inhalt einer Produktseite als extrem wichtigen Einflussfaktor für die Kaufentscheidung beurteilen? Tatsächlich trägt die Produktseite zu einem immensen Teil dazu bei, ob der User konvertiert oder den Kauf abbricht.

Was das für dich bedeutet? Die schlechte Nachricht zuerst: Du kannst hier enorm viel falsch machen! Nun, aber ebenso weitreichend erstrecken sich die Chancen, mit einer perfekten Produktseite zu überzeugen. Wie dir das gelingt, lernst du hier.

Warum Produktseiten so wichtig sind

Grundsätzlich lassen sich einer Produktseite drei fundamentale Aufgabenbereiche zuordnen:

  • Informationsfunktion
  • Überzeugungskraft
  • Sichtbarkeit

Die Produktseite ist dafür verantwortlich, dass der User alle Informationen erhält die ihn vor dem Kauf interessieren. Das ist die Grundlage für den logisch-rationalen Teil seiner Kaufentscheidung. Auch wenn emotionale Beweggründe in den allermeisten Fällen überwiegen, sind vollständige Informationen unerlässlich. Rund 98% aller Onlinekäufer haben schon einmal einen Kauf wegen fehlender Informationen abgebrochen.

Um den User schlussendlich zum Kauf bewegen zu können, benötigt es Überzeugungskraft. Die Produktseite ist deine Chance, Einfluss auf das Denken & die Emotionen des potenziellen Kunden zu nehmen.

Schlussendlich hat die Produktseite nicht nur innerhalb des Shop-Konstruktes unglaubliche Relevanz, sondern führt User mit Kaufinteresse über Suchmaschinen in deinen Shop. Daher solltest du besonders im Rahmen der Produktseite alle Faktoren hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung im Auge behalten.

10 Tipps zur Optimierung

Nun interessiert dich sicherlich, wie du Produktseiten so gestaltest, dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen. Es soll dem User nicht nur leicht fallen, den Kaufprozess voranzutreiben – Es soll ihm Spaß machen, sodass er es kaum noch abwarten kann sein Produkt endlich in den Händen zu halten. Aber wie erreichst du das?

1. Sprechende URLs

Was sind sprechende URLs? Das bedeutet, dass schon ohne das Ansehen der eigentlichen Produktseite so gut wie möglich erkennbar sein sollte, um welches Produkt es hier geht.

Vermeide komplizierte Zahlen- & Zeichenabfolgen. Wenn du kein derartig umfassendes Sortiment wie Amazon besitzt, machen URLs wie diese keinen Sinn:

www.onlineshop.de/produkt/s67!3mepue8%E$dfghj5930*k-d#2nhcu7.html

Verwende stattdessen lieber aussagekräftige URLs mit Titel & den wichtigsten Daten:

www.onlineshop.de/produkt/markexyz-universe-smartphone-6,1-zoll-64gb-schwarz-4k.html

2. Mobile First

Wie auch der Rest deines Onlineshops sollte auch die Produktseite perfekt für die mobile Nutzererfahrung optimiert sein. Der Kauf über ein Smartphone ist im Optimalfall genau so einfach möglich wie über die Desktopansicht.

Das schließt nicht nur eine fehlerfreie Responsive-Darstellung & sichtbare Platzierung aller Inhalte mit ein, sondern auch die Bedienbarkeit aller relevanten Elemente:

  • Größenauswahl problemlos möglich
  • Add-to-Cart Button auffällig platziert
  • Produktbilder per Swipe variierbar

Denn wie du wahrscheinlich weißt, kommen rund 50% des Website-Traffics von Mobilgeräten. Was du daraus machst, liegt an dir.

Seit Frühjahr 2018 existiert im Hause Google sogar der sogenannte „Mobile-First-Index“, der explizit die mobile Version einer Website für das Ranking heranzieht.

3. Optimierung von Produktbildern

Die Aufmerksamkeit eines Menschen ist leichter zu gewinnen, wenn visuelle Inhalte verwendet werden. Das bedeutet, du solltest besonders viel Wert auf deine Produktbilder legen.

Vergiss Fotos vom Hersteller, die meist auch andere Shops verwenden. Investiere Zeit in ansprechende Produktbilder, die Usern das liefern was sie sehen wollen.

Da die richtige Produktpräsentation stark individuelle Faktoren mit einschließt, haben wir uns diesem Thema separat gewidmet.

Nun geht es um’s SEO: Optimierte Produktbilder liefern dir erhebliche Rankingvorteile gegenüber Mitbewerbern. Dazu solltest du unbedingt die Pflege von Title- & Alt-Tag im Auge behalten. Nutze passende Keywords, die das Bild und das Produkt beschreiben. Auch gefragte Suchbegriffe, die dem Produkt entsprechen sollten dort Platz finden.

4. Einzigartige Produktbeschreibungen

Neben deinen Produktbildern sollte auch der Text bestmöglich optimiert sein. Wie auch hier solltest du auf die Verwendung von Hersteller-Vorlagen verzichten.

Gerade duplizierter Text kann dir schwer zu Schaden kommen. Google erkennt genau, wenn sogenannter duplicate Content genutzt wird, lässt deine Produktseiten links liegen und listet die Herstellerseiten.

Noch dazu kommt: Hersteller-Texte sind meistens nicht wirklich ansprechend – Das kannst du besser! Verfasse Texte, die wie maßgeschneidert auf die Bedürfnisse deiner Kunden eingehen & die daran anknüpfenden Vorteile des Produktes hervorheben.

TIPP: Begutachte die Texte von Mitbewerbern & frage dich, wie du dem Kunden mehr geben kannst. Länger schadet nicht – Qualität ist essenziell!

5. Meta-Titel richtig setzen

Der Title-Tag ist ein offizieller Rankingfaktor – Das ist Fakt! Also kümmere dich darum, das Element richtig einzusetzen.

Am besten sollten folgende Parameter darin Verwendung finden:

  • Produktname
  • Marke
  • Modell
  • (Optional: Handlungsaufruf = … kaufen)

Noch dazu solltest du die maximale Länge berücksichtigen: Mithilfe des SERP-Snippet-Generators von SISTRIX kannst du die Metadaten genau passend wählen & sie dir direkt anzeigen lassen.

Extra-Boost: Verwende individuelle Meta-Beschreibungen für das Produkt. Diese sind zwar kein Rankingfaktor, tragen aber maßgeblich zur Erhöhung der Klickrate in den SERPs bei. Investiere die Zeit in eine überzeugende Meta-Description deiner stärksten Produkte & du profitierst von mehr Traffic & Conversions.

6. User-Generated-Content

Inhalte, die vom Nutzer erstellt wurden – Sprich Bewertungen, Erfahrungsberichte, Testimonials…

Nutzerbewertungen sind im eCommerce einer der wichtigsten Aspekte, denn sie induzieren Social-Proof. Sie sorgen für Vertrauen bei anderen Nutzern & wirken immens positiv auf die Conversionrate, wenn sie positiv genug sind. Bei Amazon kannst du ziemlich gut erkennen, welchen Stellenwert Bewertungen abbilden – Mitunter womöglich auch an deinem eigenen Kaufverhalten.

Auch Google erkennt User-Generated-Content & spricht ihm einen enormen Wert zu. Bewertungsergebnisse erscheinen als Rich-Snippets innerhalb der Suchergebnisse, was die Klickrate ebenso stark beeinflusst wie eine gute Meta-Beschreibung.

7. Cross-Sells / Produktverlinkungen

Gerade im eCommerce stellen Cross-Sells auf Produktebene eine leistungsstarke Möglichkeit dar, den Average-Order-Value (Also den durchschnittlichen Warenkorbwert) drastisch zu erhöhen.

Folgende Produktverlinkungen sind in diesem Bereich relevant & werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu gekauft:

  • Ergänzende Produkte
  • Ähnliche Produkte
  • Hochwertigere & dementsprechend teurere Produkte (Up-Sells)
  • Erforderliche Komplementärprodukte
  • „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch gekauft“

Auch Google legt stark Wert auf interne Verlinkungen. Wenn du dazu noch viele Kunden von deinen Cross-Angeboten überzeugen kannst, wirst du mit verbesserten Rankings belohnt.

8. Wichtige Informationen bereitstellen

Erinnerst du dich an die Statistik im oberen Teil zu Funktionen von Produktseiten? Du solltest deinen Kunden alle Informationen bereitstellen, die ihn interessieren könnten.

Die Informationsvielfalt geht weit über das Vorhandensein von Produktdaten hinaus:

  • Beantwortung von FAQs mit Produktbezug
  • Verfügbarkeit
  • Versandkosten & Dauer
  • Gute Sichtbarkeit des Preises

TIPP: Gerade im Bereich der Verfügbarkeit steckt ein wichtiges Instrument zur Verkaufsförderung. Überzeuge deine Kunden mit dem Argument der Dringlichkeit. Sprich, wenn ein Produkt nur noch einen Lagerbestand von 3-4 aufweist, wird er sich unterbewusst dazu gedrängt fühlen JETZT zu kaufen.

Genau aus diesem Grund solltest du zeitlich begrenzte Aktionen genauso intensiv & offensichtlich kommunizieren.

9. USPs des Shops kommunizieren

Während du mit einer überzeugenden Produktbeschreibung die Erwähnung von Produktvorteilen abdeckst, solltest du dem Kunden folgende Frage beantworten: Wieso sollte ich dieses Produkt gerade HIER kaufen?

Genau an dieser Stelle kommen die Unique-Selling-Points deines Shops ins Spiel. Wenn du deine Alleinstellungsmerkmale nicht schon im Header kommunizierst, sollten sie unbedingt auf der Produktseite Erwähnung finden.

Zum Beispiel Thomann setzt seine USPs geschickt im Header ein, sodass sie seitenunabhängig ausgespielt werden.

10. Der perfekte Call-to-Action

Hier geht es hauptsächlich um den Add-to-Cart Button. Dieser sollte in der Desktop-Ansicht immer Above-the-Fold (Also im sichtbaren Bereich ohne zu scrollen) platziert werden. Mobil sollte er relativ nah unter den Produktbildern platziert sein. (z.B. nach der Reihenfolge „Bilder, Titel, ggf. Varianten, Button„)

Die Customer-Journey soll schließlich so einfach wie möglich gestaltet werden – Auch auf Mobilgeräten!

Auch die Verwendung von unterschiedlichen Farben solltest berücksichtigen. Arbeite mit A/B-Testing & prüfe die Auswirkung von Farbveränderungen auf die Conversionrate. Als technisches Hilfsmittel kann dir Google Optimize dienen, ein von Google kostenlos zur Verfügung gestelltes Tool für User-Tests & Personalisierung.

Falls du noch Fragen zur Produktseite hast oder bei der Optimierung Unterstützung benötigst, nimm gerne Kontakt mit uns auf.