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Die perfekte Kategorieseite


Kategorieseite optimieren in 9 Schritten

25.10.2019 | Felix Hartung | Marketing, SEO, Webshop

Kategorieseiten haben mit Sicherheit einen höheren Stellenwert als du denkst! Anders als ein gut sortierter Supermarkt kann der Onlineshop durch seine „Abteilungen“ zusätzlich noch eine Menge qualifizierten Traffic gewinnen.

Bisher hast du davon nicht viel mitbekommen? Dann solltest du jetzt gut aufpassen – Denn wir von Kussin erklären dir, worauf es bei der Gestaltung von leistungsstarken Kategorieseiten ankommt.

Zwei Arten von Kategorieseiten

Zunächst einmal müssen wir zwischen zwei unterschiedlichen Varianten unterscheiden:

  • Verteilerseite
  • Produktliste

Die Verteilerseite steht an übergeordneter Position & hat die Aufgabe, den Nutzer von dort auf zugehörige Unterkategorien zu leiten.

Beispiel: Die Kategorie „Herrenbekleidung“ verweist auf „Schuhe, Jacken, T-Shirts, etc.“

Produktlisten sind mit den Produkten selbst ausgestattet & ordnen sich Verteilerseiten unter. Dort kann der User sich einen Überblick über die kategoriebezogenen Artikel machen.

Dabei können Verteilerseiten auch mit Produktlisten ausgestattet sein. Es lohnt sich meist einen Mix aus Beidem herzustellen.

Warum Kategorieseiten wichtig sind

Um die Relevanz von Kategorieseiten zu verstehen, müssen wir uns erst einmal in die Lage des Nutzers hineinversetzen. Beim Onlineshopping gilt es zwei Typen zu unterscheiden:

  • Der Jäger / Faktischer Käufer: Dieser Einkaufstyp hat ein konkretes Kaufinteresse an einem bestimmten Produkt. Deine Aufgabe ist es nun ihn bei seiner Suche zu unterstützen, indem du ihm den Prozess möglichst leicht machst.
  • Der Sammler / Emotionaler Käufer: Es besteht kein konkretes Kaufinteresse. Dieser Nutzer hat die Absicht zu stöbern, dein Sortiment zu entdecken & sich inspirieren zu lassen. Deine Chance ist es ihn zu verführen & schlussendlich zum Spontankauf zu überzeugen.

Vorteil 1: Kategorieseiten fungieren als sekundäre Methode zum Finden von Produkten. Ein nicht unerheblicher Teil der Nutzer bevorzugt diesen Weg der Suchfunktion. Wenn deine Kategorien gut strukturiert sind, kannst dein Shop diesen Teil für sich gewinnen.

Vorteil 2: Der beste Weg zum Stöbern – Und die einzige Methode, den Sammlertyp anzusprechen. Sind deine Kategorieseiten ansprechend & nutzerfreundlich, so wird er gerne länger in deinem Shop verweilen und sich womöglich dazu entscheiden bei dir einzukaufen.

Vorteil 3: Wieviel Prozent deiner User steigen über die Startseite ein? Womöglich nicht so viele wie du dachtest.

Wusstest du, dass Kategorieseiten sich auch verdammt gut als Landingpage eignen? Viele Nutzer suchen nach den Produkten, die in Kategorien gruppiert sind und haben sich noch nicht genau festgelegt. Nutze die Chance, sie durch SEO oder SEA in deinen Shop zu ziehen & du wirst vielleicht mit wertvollen Neukunden belohnt.

6 Tipps zur Optimierung

Nun stellt sich die Frage: Wie kannst du deine Mittel nutzen, um das Maximum aus Ihren Kategorieseiten herauszuholen? Überprüfe deinen Shop auf folgende 9 Kriterien & sieh dir den Extra-Boost an!

1. Logische Struktur

Ein essenzielles Kriterium, wenn es um das Thema Usability geht – Strukturiere deine Kategorien so einfach & logisch passend wie möglich. Versetze dich in den Nutzer & reflektiere seine Erwartungen.

Dementsprechend sollte auch deine Navigation aufgebaut sein. Die wichtigsten Überkategorien haben erste Priorität. Wenn dein Menü daraufhin noch Kapazitäten birgt, kannst du es um deine umsatzstärksten Produktlisten-Kategorien ergänzen.

Einhergehend zur logischen Struktur sollte auf keinen Fall die Breadcrumb-Navigation fehlen. Jene ermöglicht dem User, genau seinen Pfad in der Kategoriestruktur zu erkennen.

Die „Brotkrümel-Navigation“ sichert ihm ebenso die Möglichkeit, mit nur einem Klick zurück auf übergeordnete Kategorien zu gelangen. Ein erheblicher Usability-Pluspunkt!

Noch dazu hat Google auch seinen Spaß daran: Die Breadcrumb kann in den SERPs als Rich-Snippet angezeigt werden. Dafür solltest du jene per HTML Markup für strukturierte Daten auszeichnen.

3. Produkt-Highlights setzen

Wie kannst du innerhalb deiner Kategorie verstärkt Kaufanreize setzen? Eine Möglichkeit, potenzielle Kunden auf ausgewählte Artikel aufmerksam zu machen sind Highlights.

Das bedeutet, dass du bestimmte Produkte stärker hervorhebst & kennzeichnest. Das könnte auf folgenden Kriterien basieren:

  • Bestseller
  • Spezielle Angebote
  • Neue Produkte
  • Am besten bewertet

Damit erleichterst du dem Kunden seine Entscheidung – Er wird dich dafür lieben. Gehe aber unbedingt sparsam mit Highlights um, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.

Zum Beispiel Amazon setzt Highlights sehr geschickt ein:

4. Einleitung richtig einsetzen

Die Einleitung hat in erster Linie keine Informationsfunktion, sondern soll im User Emotionen wecken. Beschränke dich auf einen knackigen Absatz aus etwa 3-4 Sätzen, der positive Assoziationen weckt. Zum Beispiel für eine Sandalen-Kategorie könnte man den Nutzer daran erinnern, wie schön es sich anfühlt, bei sonnigen 30 Grad die eigenen Füße einer kurzweilig frischen Brise auszusetzen.

Falls es sich um eine Verteilerseite handelt, verlinke durch Bilder auch auf Unterkategorien. So findet sich der User leichter zurecht. Mit gutem Beispiel voran geht z.B. unser Kunde Warehouse One auf der Verteilerseite „Skate“.

Warehouse One Kategoriekacheln

5. Beratender Langtext

Damit du vom Traffic-Potenzial durch organische Rankings profitieren kannst, solltest du der Suchmaschine klar machen mit welchem Thema sich die Kategorieseite befasst.

Daher ist eine gewisse Grundlage an Individual-Text pro Kategorieseite auf jeden Fall ratsam.

Beachten folgende Tipps & Ideen für performante SEO Texte:

  • Verwende themenrelevante Begriffe (Beim Keyword „Basketballschuhe“ z.B. „Dämpfung“)
  • Liefere Nutzern hilfreiche Informationen & Kaufberatung zum Thema der Kategorie
  • Beantworte kategorierelevante FAQs
  • Wähle den Ausdruck zielgruppengerecht
  • Nutze Zwischenüberschriften
  • Bilder nutzen, wenn die beratende Funktion dadurch unterstützt wird

Achtung: Platziere umfangreiche Texte niemals über den Produkten – Die Artikelansicht hat oberste Priorität! Du kannst die Sidebar nutzen, aber am besten eignet sich der Platz zwischen Footer & Produktliste.

6. Die richtige Sortierung

Wenn du deine Produktlisten immer noch alphabetisch oder nach Preis sortierst – Bitte tu es nicht!

Wieso? Der Hauptteil der Aufmerksamkeit deiner Nutzer beschränkt sich auf die erste Reihe der Liste.

Nun kannst du dir sicher vorstellen: Wenn sich dort Bestseller-Produkte befinden, ist die Kaufwahrscheinlichkeit um einiges höher.

7. Markenkategorien nicht vergessen

Der Vorteil an Markenkategorien ist Folgender: Du nutzt die Bekanntheit von bestehenden Marken, deren Keywords oft mit viel Suchvolumen bestückt sind. Das gilt natürlich nur, wenn du im Shop auch Artikel anderer Marken verkaufst.

Dabei dürfen zwei Arten nicht fehlen:

  • Generische Markenkategorie: Alle Artikel der Marke auf einer Seite
  • Spezifische Markenkategorie: Bestimmte Warengruppen oder Sorten (z.B. Schuhe) einer Marke in einer Kategorie

Gerade die spezifische Markenkategorie ist eine unglaublich unterschätzte Attraktion. Warum? Du hast weniger Wettbewerb, da sich wenig große Shops die Mühe machen, extra für z.B. Nike T-Shirts eine Kategorieseite zu erstellen. So bekommst du leichter gute Rankings. Außerdem sind User mit solch spezifischen Suchabsichten schon wesentlich weiter in der Customer Journey, d.h. die Conversionrate ist höher.

8. Metadaten pflegen

Wähle deinen Title Tag und deine Meta Beschreibung mit Bedacht:

  • Nutze einen transaktionalen Zusatz (z.B. kaufen) im Title Tag
  • Gestalte deine Meta Beschreibung übersichtlich & ansprechend mit Sonderzeichen wie Häkchen und Pfeilen
  • Verwende USPs und wichtige Produktinfos in der Beschreibung (z.B. Stühle mit hohem Sitzkomfort, ab 30 € versandkostenfrei)
  • Beende deine Meta Beschreibung mit einem Call to Action (z.B. Jetzt bestellen!)

Achte außerdem auf die Länge. Gute Unterstützung dabei bietet dir der SISTRIX SERP Snippet Generator.

9. Darstellung von Produktbildern

Visuelle Inhalte werden vom Auge ganz klar stärker fokussiert als Text. Daher wähle deine Produktbilder mit Bedacht.

Deine Bilder sollten alle ungefähr die gleiche Aufmachung besitzen, denn Ordnung ist für das Auge wesentlich einladender, als wenn die Hintergrundfarbe oder Perspektive sich von Bild zu Bild in einer Produktliste unterscheidet.

TIPP: Erzeuge Variation durch einen Hovereffekt. Wenn der User mit dem Zeiger über das Produktbild surft, könnte zum Beispiel eine Nahansicht gezeigt werden. Überlege dir, welche Details den User interessieren könnten.

Der Lebensmittel-Onlineshop Koro geht hier mit gutem Beispiel voran (In der Mitte der Hovereffekt):

Der Extra-Boost: Personalisierung

Nun stell dir vor, du wüsstest genau was dein Kunde möchte & könntest ihm diese Artikel an erster Stelle präsentieren.

Genau dieses Prinzip nennt sich Personalisierung & bietet einfach gigantische Chancen!

Schon auf Kategorieseiten kann die segmentspezifische Ausspielung von Artikeln extrem vorteilhaft sein. Aber auch andere Maßnahmen, die du in deinem Shop realisieren kannst sind ziemlich vielversprechend:

  • Dynamic Pricing
  • Personalisierte Up- & Cross Sells
  • Individuelle Inhalte, die User direkt ansprechen

Anbieter wie FACT-Finder oder Findologic bieten in diesem Bereich fortschrittliche Lösungen an.

Wenn du herausfinden möchtest ob dein Onlineshop auch davon profitieren könnte, setz dich gerne mit uns in Verbindung. Im unverbindlichen Gespräch können wir gemeinsam herausfinden, wie deine Chancen stehen.