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Was für ein Shopsystem brauche ich?


Hier berichten Entwickler über ihre Erfahrungen und teilen ihre Lösungswege.

15.10.2020 | Daniel Brunner | Unkategorisiert

Egal ob die Produktpalette nur ein oder gar ein paar tausend Artikel beinhaltet – der passende Onlineshop bietet auf jeden Fall einen großen Vorteil. Dabei ist es wichtig, das geeignete Shopsystem für das Produkt und Unternehmen zu wählen.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die bekanntesten Shopsysteme und werden dir helfen die richtige Entscheidung zu treffen.

Inhaltsangabe:

  1. Shopware
  2. Shopify
  3. OXID eShops
  4. Magento 2
  5. JTL Shop
  6. Gambio
  7. WordPress – WooCommerce

Warum brauche ich ein “passendes” System?

Die grundlegenden Features der unterschiedlichen Shopsysteme überschneiden sich. Egal welchen Anbieter du nimmst – einen voll funktionsfähigen Online-Shop bekommst du bei allen. Das ist ja auch schließlich deren Hauptaufgabe. Der Markt für Shopsysteme ist jedoch in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dabei sind wir jetzt an einem Punkt angekommen, wo das Angebot die Nachfrage übersteigt. Jeder Anbieter behauptet von sich selbst für alle Lagen der Richtige zu sein. Dies ist natürlich nicht so. Dennoch ist es schwierig zu erkennen, was die Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme sind.

Was ist der Unterschied zwischen self-hosting und cloud-hosting?

Self-hosting ist flexibler, aber nicht sonderlich anfängerfreundlich. Es bedeutet – alle Daten des Shops befinden sich auf Deinem Server und in Deiner Kontrolle. Natürlich musst du dafür nicht einen Server kaufen und bei dir betreiben – es gibt reichlich Anbieter bei denen ein Webserver gemietet werden kann.
Cloud-hosting gehört zum Cloud-Computing in den Teilbereich Software-as-a-Service (SaaS).
Hierbei hostet und betreut der Anbieter die Software für dich. Diese Art des Shopsystems ist benutzerfreundlicher und auch für Anfänger geeignet. du bist jedoch auf die Funktionalität angewiesen, die der Anbieter zur Verfügung stellt.

 

1. Shopware

Das Shopsystem für kleine- bis mittelgroße Unternehmen
Kosten: ca. 0€ – 199€ pro Monat

Mit E Mail, Shop-Namen und Passwort ist es bereits erledigt und Dein Shop wird erstellt. Jetzt muss nur noch ein Layout erstellt und die Produktdaten in das System geschrieben werden.

Fertig ist der Onlineshop.

Besonders für Anfänger bietet Shopware eine mächtige Software für den schnellen Online-Shop.

Vorteile:

    Kostenlose Testversion
    Leichter Einstieg auch ohne Vorkenntnisse
    Sowohl für B2C als auch für B2B geeignet
    Offener Quellcode
    Benutzerfreundliches Backend
    Große Auswahl an Plugins

Nachteile:

    Hohe Kosten der Enterprise Version
    Grundversion bietet nur das Nötigste
    Einige Plugins sind sehr teuer
    Einrichtung einiger Module ist etwas kompliziert

Welche Editionen gibt es?
Shopware bietet vier Versionen an – zwischen welchen leicht gewechselt werden kann. Dabei kann zwischen selbst-gehosteten und cloud-gehosteten Möglichkeiten gewählt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass bei den Cloud-Angeboten eine Umsatzbeteiligung anfällt.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Im “Store” ermöglichen einige kostenlose jedoch teilweise auch sehr teure Plugins ungeschulten Benutzern die Erweiterung und Personalisierung des Onlineshops.

OpenSource?
In der Community Edition lässt sich die Software nach Belieben anpassen. Jedoch kann diese Version nur von der eigenen Hosting-Lösung betrieben werden

Fortbildung:
Im Bereich der Online-Schulungen bietet Shopware kostenlose Video-Trainings an zum Umgang mit der Software und Personalisierung des eigenen Shops.

Fazit:
Der leichte Einstieg und die umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten machen Shopware besonders für Anfänger die richtige Wahl. Dank der Skalierbarkeit des Systems ist auch ein späterer Umstieg auf ein neues System nicht unbedingt notwendig.

2. Shopify

All-inklusiv System für mittelständische Unternehmen
Kosten: ca. 29€ – 299€ pro Monat

Auch Shopify überzeugt mit einem einfachen Start. Wie bereits bei Shopware benötigst du nur eine gültige E-Mail, ein Passwort und einen Shop-Namen.

Shopify ist zurzeit einer der größten Marktführer weltweit und das nicht ohne Grund.

Vorteile:

    14 tägige Testversion
    Für Anfänger und Profis geeignet
    Sowohl für B2C als auch für B2B geeignet
    Flexibel erweiterbar
    Günstige Versionen
    Hilfreiche Blogbeiträge
    Viele kostenlose Plugins

Nachteile:

    Transaktionsgebühren
    Nicht OpenSource

Editionen:
Shopify ist ausschließlich cloud-gehostet. Eine 14 tägige Testversion ermöglicht einen ersten Einblick in das System. Die weiteren Versionen lassen sich später problemlos und mit überschaubaren Preisen upgraden. Die genauen Preise findest du auf www.shopify.de/preise.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Der Shopify App Store bietet eine vielzahl an kostenlosen Plugins. Die meisten Erweiterungen können bei größerem Bedarf kostenpflichtig geupgradet werden.

OpenSource?
Der wohl größte Nachteil von Shopify ist der geschlossene Quellcode, wodurch keine Möglichkeit besteht die eigene Hosting-Lösung zu betreiben.

Fortbildung:
Detaillierte Blogs geben sowohl Beginnern als auch Experten zahlreiche Tipps für einen erfolgreichen Onlineshop.

Fazit:
Shopify ist das all-in-one System schlechthin. Vom Hosting bis zum SEO – alles rund um den Online-Shop wird dir angeboten. Dies bringt aber auch die typischen Einschränkungen des Cloud-Hosting mit sich, die nicht alle Shopbetreiber in Kauf nehmen wollen.

Eine bestimmte Zielgruppe gibt es nicht – daher ist Shopify für alle Arten von Shop geeignet. Die Größe der Unternehmung spielt ebenso keine Rolle. Solange du nicht komplexe Produkte mit vielen Variationen verkaufen möchtest – hast du mit Shopify eine gute all-inklusiv Lösung.

3. OXID eSales

Deutscher All-Star für mittlere- bis große Unternehmen
Kosten: ca. 0€ – 12000€

Wenn du zum ersten mal etwas von OXID eShops hörst, sollten du dich mal gespannt machen, denn hier wird in der “Profiliga” gespielt. Solltest du also ein kleines Unternehmen kein Geld für Agenturen besitzen oder in den Anfängen der Webentwicklung seien, wäre Oxid eher keine Option.

Vorteile:

    Eine hohe Anzahl an Extensions und Plugins
    Es kommt aus Deutschland
    Verkauf im internationalen Bereich problemlos möglich

Nachteile:

    Hoher Zeit- und Kostenaufwand
    ERP Schnittstellen sind kostenpflichtig

Editionen:
OXID stellt eine Starter-Version (Community Edition) zur Verfügung, aber mit Beschränkungen. Außerdem gibt es eine Professional Edition, welche sich im etwas teureren Bereich befindet und zusätzlich für den Support einen monatlichen Betrag anfordert. Zum Schluss gibt es noch die Enterprise Edition, welche sich aktuell in der 5-stelligen Preisklasse befindet.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Die Community und OXID selbst erstellen weiterhin Extensions kostenlos, aber es gibt auch welche die kostenpflichtig sind. Hier kannst du alle Arten der Extensions sehen und dich im Store etwas umgucken.

OpenSource?
Bei OXID eShop kriegst du keine kostenlose Testversion, aber dafür die Community Edition. Diese Open-Source Version ermöglicht es einen Onlineshop zu erstellen, aber um das volle Potenzial aus OXID rauszuholen, solltest du in die Enterprise Edition wechseln. Dies würde sich nicht für kleine Unternehmen lohnen und kostet eine Menge Geld.

Fortbildung:
OXID bietet ausführliche Schulungen, Zertifikate und Online-Kurse für ihre Kunden an. Diese Kurse sind kostenpflichtig und liegen in der 3-stelligen Preisklasse. Bei den Schulungen und den Online-Kursen findest du die genauen Termine und Preise.

Fazit:
OXID ist die Shopsoftware-Lösung für Unternehmen, die etwas Größeres planen und die geeigneten Mittel dafür parat haben.

4. Magento 2

Internationales Shopsystem für mittel- bis große Projekte
Kosten: ca. 0€ – 15.000€

Wenn Magento 2 dein Shopsystem sein soll, solltest du dich auf einen aufregenden und mit Inhalt gefüllten Start gefasst machen, denn es zählt nicht ohne Grund zu einem der umfangreichsten Shopsysteme.

Vorteile:

    Benutzerfreundliches Backend
    Eine hohe Geschwindigkeit
    Wird regelmäßig optimiert
    Reichliche Extensions

Nachteile:

    Hohe Kosten und Entwicklungszeiten
    Probleme bei manchen Extensions aus Magento 1

Welche Editionen gibt es?
Magento bietet zwei Versionen an, die sich dezent vom Preis unterscheiden. Sie stellen eine Community Edition bereit, welche schon zahlreiche Funktionen mit sich bringt. Des Weiteren gibt es die sogenannte Enterprise-Edition, bei der du mit Preisen ab ca. 15.000€ rechnen kannst.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Der Marketplace von Magento bietet eine beachtliche Anzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Extensions, um den Shop zu verbessern.

OpenSource?
Für Magento wird eine Community-Edition bereitgestellt. Jedoch sind die Funktionen dieser Version eingeschränkt, aber Sie reichen aus, um einen State-of-the-Art Webshop zu erstellen.

Fortbildung:
Magento selbst hat auf Ihrer Seite Kurse, die nun von Adobe vorgestellt werden.
Hier findest du alle aktuellen Kurse die sie anbieten und Sie stellen auch Zertifikationen für Ihre Community bereit.

Fazit:
Du kannst über Magento sagen, dass jeder damit etwas beginnen kann. Aber um etwas zu erreichen, solltest du IT-Fachkenntnisse besitzen. Andernfalls lohnt es sich eine Agentur zu beauftragen.

5. JTL Shop

Für Händler mit kleinem bis mittlerem Sortiment
Kosten: ca. 14,99€ – 49,99€ oder einmalig ca. 0€ bis 4000€

Der JTL Shop ist einer der besonderen Shopsysteme. Durch die ganzen Anbindungen zu eBay, Amazon und von JTL erstellten Softwares, wie JTL WaWi (Warenwirtschafts).

Vorteile:

    Anbindungen zu eBay und Amazon
    Viele Erweiterungen und Templates verfügbar
    Deutscher Ursprung
    Einfaches Setup
    Gute Host-Möglichkeiten durch die Software

Nachteile:

    Shop-Backend hat keine Produkt- und Kategorieverwaltung
    Wenige Erweiterungen und zum Teil kostenpflichtig

Welche Editionen gibt es?
Es gibt sowohl cloud-gehostete als auch selbst gehostete Angebote. Dabei sind die Preise sehr weit gefächert – wodurch nur das gezahlt werden muss was gebraucht wird. Gehe hier, um die aktuellen Preise zu sehen.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Im Marktplatz gibt es von der Community und von JTL selbst Erweiterungen für alle Programme, die sie anbieten. Die Preise unterscheiden sich schon sehr, denn es gibt viele kostenlos, aber auch welche im 4-stelligen Bereich. Hier sehen sie die aktuellen Erweiterungen.

OpenSource?
JTL stellt eine Community Version für den JTL Shop und die JTL WaWi kostenlos mit begrenzten Funktionen zur Verfügung, um sich an das System rantasten zu können. In der OpenSource-Variante hast du Beschränkungen wie zum Beispiel maximal 500 Artikel.

Fortbildung:
JTL besitzt ein ausführliches Hilfe-Center, wo du von a bis z alles durchgehen und entscheiden kannst, ob du es in Videoform, Live oder über einen Guide erlernen möchtest.

Fazit:
Der JTL-Shop ist nur empfehlenswert, wenn bereits andere Software von JTL im Unternehmen benutzt wird. Die Anbindungen – zum Beispiel an das eigene Warenwirtschaftssystem – ermöglichen einen effizientes Arbeiten mit dem Shopsystem.

6. Gambio

Ein Shop-Baukasten für kleine bis mittlere Projekte
Kosten: ca. 19,95€ – 99,95€ pro Monat oder einmalig 149€

Gambio ist ebenfalls eines der Shopsysteme, das sich nur mit ein paar Klicks einrichten lässt. Selbst wenn es dabei noch Fragen gibt, bietet Gambio einen sehr umfangreichen Support der dir bei der Erstellung und Wartung des Onlineshops hilft.

Vorteile:

    Komplettes Shopsystem
    Günstiger Preis
    Viele Erweiterungen
    Deutscher Entwickler

Nachteile:

    Aktualisierung sind teils schwierig umzusetzen
    Nicht gut skalierbar

Welche Editionen gibt es?
Gambio stellt eine kostenlose 14-tägige Testversion zur Verfügung, woraufhin du nach den 2 Wochen einen angemessenen Beitrag pro Monat oder pro Jahr zahlen musst, wenn du die Cloud-Lösung von Gambio nimmst. Sonst kannst du mit einmaligen Kosten den Support für ein Jahr kaufen und kriegt die Software kostenlos dazu.
Die genauen Preise findest du hier.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Hier kannst du dich durch die Feature-Bibliothek von Gambio tasten und dich reichlich an Templates und Features bedienen, die deinen Shop verbessern könnten.

OpenSource?
Einer der Negativ-Punkte von Gambio ist es, dass es nach der 14-tägigen Testversion nur mit Monatlichen/Jährlichen Preisen weitergeht, aber selbst das ist nur ein kleiner Negativpunkt, denn die Preise sind komplett überschaubar für die Ergebnisse die du erzielen kannst.

Fortbildung:
Du kannst bei Gambio an kostenlosen Webinare teilnehmen. Außerdem gibt es noch ein Handbuch mit allen Themen, die wichtig sind beim Benutzen von Gambio.

Fazit:
Gambio zählt zu den Baukasten-Shopsystem, die du auch ohne IT-Fachkenntnisse benutzen kannst und dann schon innerhalb ein paar Wochen einen funktionsfähigen Onlineshop hast. Wenn aus dem Projekt aber etwas ganz Großes werden soll, ist Gambio nicht geeignet, denn die Software ist nicht für das Detail ausgelegt.

7. WordPress – WooCommerce

Für die Bastelfreunde mit einem sehr speziellen Shopbedarf
Kosten: 0€

WooCommerce ist ein Plugin für WordPress und bietet daher absolute Flexibilität. Dies merkst du bereits bei der Einrichtung des Shops. Die Menge an Einstellung ist besonders für unerfahrene Entwickler erdrückend. Ohne gute E-Commerce- und WordPress Kenntnisse kommst du nicht weit.

Vorteile:

    Maximale Flexibilität
    Der Vielfalt der Produkte sind keine Grenzen gesetzt
    Sowohl WordPress als auch Woocommerce sind komplett kostenlos
    Große Community mit reichlich Erweiterungen und Hilfestellungen
    Besonders gut für den Umbau einer vorhandenen WordPress-Seite in einen Shop

Nachteile:

    Eigenverantwortlich für Sicherheit und Wartung/Hosting des Servers
    Nicht geeignet für unerfahrene Benutzer
    Langer Setup-Prozess

Editionen:
Es gibt eine Version von WooCommerce die als Plugin für WordPress erhältlich ist.

Erweiterungsmöglichkeiten:
Die Anzahl an Plugins, Themes und sonstigen Erweiterungen scheint grenzenlos zu sein. Mit dem notwendigen Know-How ist es ebenso einfach, benötigten Code und Themes selber zu entwickeln oder Anpassungen an den bereits vorhandenen Elementen vorzunehmen.

OpenSource?
WooCommerce ist das Open-Source System schlechthin. Es gibt wohl kaum ein Shopsystem mit einer größeren Community an Entwickler, die es stetig vorantreibt.

Fortbildung:
Die große Community von WordPress und WooCommerce lassen im Bereich der Online-Hilfe nichts zu wünschen übrig. An Blogposts, Videos, Foren etc. mangelt es nicht und dies erleichtert die eher steile Lernkurve.

Fazit:
Woocommerce ist hervorragend geeignet für einen Shop mit einer sehr vielseitigen oder maßgeschneiderten Produktpalette. Wenn du einen Blog oder sonstige WordPress-Seiten zu einem Online Shop erweitern möchtest, ist WooCommerce ein Must-Have.

Hiermit konntest du hoffentlich einen kleinen Einblick in die verschiedenen Shopsysteme bekommen. Bist du jedoch noch unsicher, stehen wir dir gerne für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung.